Kampf um die Jobs

15 Arbeitslose für nur eine freie Stelle

Kärnten
10.03.2009 16:48
30 Prozent mehr Arbeitslose als im Vorjahr, tausende Jugendliche ohne Job-Aussicht: Geht es nach blanken Zahlen, "rittern" in Kärnten 15 Arbeitslose um eine freie Stelle! Konkret sind in Kärnten derzeit 26.201 Arbeitslose und 1.729 freie Stellen registriert. Doch vor allem im Tourismus und am Bau gibt es noch viele Jobs; Handwerker ohne Aufträge werden immer öfter im Internet fündig.

"Bei den Arbeitslosenzahlen darf man nicht vergessen, dass 10.337 eine Wiedereinstellungs-Zusage haben. Nur etwa 50 Prozent der freien Jobs werden bei uns gemeldet - und diese sind auch schnell wieder besetzt", zeigt sich Franz Zewell vom Arbeitsmarktservice Kärnten optimistisch. 

Gute Chancen in Tourismus-, Metall- und Elektronikbranche
Die meisten freien Stellen sind derzeit im Tourismus (354) im Metall- und Elektronikbereich (240) und am Bau (135) zu vergeben. Aber auch in der Land- und Forstwirtschaft werden 82 neue Mitarbeiter gesucht - unter dem Suchbegriff "Verwaltung" finden sich beim Arbeitsmarktservice weitere 128 freie Stellen.

Fachkräfte weiterhin gefragt
Einen Zuwachs bei den offenen Stellen gibt es derzeit aber nur im Verwaltungsbereich und bei den Gesundheitsberufen. In der Industrie und im Gewerbe werden im Vergleich zum Vorjahr 1.023 Stellen weniger angeboten. "Insgesamt fehlen heuer 1.235 offene Stellen im Vergleich zum Vorjahr. Die Fachkräfte sind am Arbeitsmarkt allerdings nach wie vor stark gefragt", so Zewell weiter. 

Jobsuche im Internet floriert

Da es in wirtschaftlich schwierigen Zeiten nicht nur an Arbeitsplätzen, sondern oft auch an Aufträgen fehlt, gehen immer mehr Handwerker im Internet auf die Suche nach Kunden. Diese Online-Marktplätze, auf denen Handwerks- und Dienstleistungsaufträge vermittelt werden, boomen derzeit, wie nie zuvor.


"In Kärnten haben wir seit dem Vorjahr 958 Aufträge über das Internet abgewickelt", sagt Roland Walli von "My-Hammer": "Der Jänner war für uns der erfolgreichste Monat in der gesamten Unternehmensgeschichte."


von Thomas Leitner, Kärntner Krone


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