Do, 13. Dezember 2018

Voller Erfolg

25.02.2009 09:02

Fischer: "Es war eine sehr nützliche Reise"

Es war eine Werbetour in Rot-Weiß-Rot! Die Reise von Bundespräsident Heinz Fischer und seiner Frau Margit in die Emirate Kuwait und Katar (im Bild mit Emir Sheikh Hamad Bin Khalifa Al-Thani) am Persisch-Arabischen Golf stand ganz im Zeichen der Wirtschaft: im Anbahnen von Geschäften und neuen Möglichkeiten in schwierigen Zeiten.

Und sie war, das lässt sich sagen, erfolgreich. Die Emire haben nach wie vor Geld im Überfluss und sind an Geschäften und verstärkter Zusammenarbeit mehr als interessiert.

Erdgas-Emirat Katar als Land der Superlativen
Nach einem Tag in Kuwait (siehe Story in der Infobox) stand am Dienstag das Erdgas-Emirat Katar auf dem Reiseplan. Ein Land mit einem Bruttoinlandsprodukt von 70.000 US-Dollar pro Kopf - fast doppelt so viel wie Österreich; ein Land, das auf 15 Prozent der weltweiten Gasreserven sitzt - nur Russland und der Iran haben mehr; ein Land, das von sich behauptet, der reichste Staat Asiens zu sein; ein Land, das auch heuer mit 13 Prozent Wirtschaftswachstum rechnet und das sich selbst - trotz seiner Kleinheit - zu den dynamischsten Playern der Region zählt.

Das einzige Emirat am Golf, in dem Ausländer Unternehmen gründen dürfen, die ausschließlich in ihrem Besitz bleiben, und das damit Wege für neue Investitionen geöffnet hat. Überall sonst benötigt man einen einheimischen Partner, der 51 Prozent der jeweiligen Firma hält.

Fischer: Österreich ist Sprungbrett nach Zentraleuropa
Heinz Fischer war sichtlich beeindruckt - und sagte das auch. Um in der Folge gleich Werbung für Österreich zu machen. "Auch wir", so der Bundespräsident, "haben Interessantes zu bieten. Österreich kann vor allem mit Kontakten nach Mittel- und Osteuropa dienen, wohin wir traditionell gute Beziehungen haben." Und er illustrierte die zentrale Lage Österreichs, indem er erklärte, dass von Wien aus vier andere europäische Hauptstädte in nur 300 Kilometer Entfernung liegen. "Von Wien aus lässt es sich leicht und komfortabel mit anderen Staaten kooperieren", sagte Heinz Fischer.

Katar entsendet hochrangige Delegation nach Wien
Die Katarer haben durchaus Interesse gezeigt. So viel, dass sie schon in den kommenden zwei bis drei Monaten eine hochrangige Delegation des katarischen Investitionsfonds nach Wien entsenden werden. Nach dem Gasstreit zwischen Russland und der Ukraine ebenfalls wichtig für Österreich: Katar hat Interesse, Flüssiggas zu liefern.

"Es war eine kurze, aber sehr nützliche Reise", resümiert Heinz Fischer. "Wir sind einige Schritte weitergekommen, jetzt müssen weitere folgen."

Von Christian Hauenstein, Kronen Zeitung

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