Mi, 19. September 2018

"Pfusch"-Prozess

17.02.2009 19:38

Defekte Waschanlagen: Unternehmer vor Gericht

Der Staubsauger geht nicht, die Trocknung streikt - das verärgert die Kunden", klagt ein Betreiber mehrerer Autowaschanlagen in Kärnten. Schuld soll ein Unternehmer sein, der die Waschboxen mangelhaft errichtet und für deren Genehmigung Baubelege gefälscht haben soll. Er muss nächste Woche vor Gericht.

Herr D. ließ eine Waschanlage errichten. Von Herrn X, der als Generalunternehmer fungierte. "Doch er hat keine Subunternehmer engagiert, hat alles selbst gemacht, und das war ein Pfusch", jammert D., der die größten Probleme mit seinen Autowaschanlagen hat.

Nix funktioniert richtig! Der Staubsauger nicht, die Wäsche... Das verärgert meine Kunden, die kommen nicht mehr wieder. Der Schaden ist enorm."

Doch wer dafür haftet, ist noch unklar. Denn X. - für ihn gilt die Unschuldsvermutung - soll Stempel und Gutachten unbeteiligter Expertenfirmen gefälscht und den jeweiligen Gemeinden vorgelegt haben, um so überhaupt die Bau- und Betriebsgenehmigungen zu bekommen.

Verdacht der Urkundenfälschung
Die Klagenfurter Staatsanwaltschaft wurde auf den Plan gerufen und klagt in einem ersten Verfahren Urkundenfälschung sowie Nötigung an. Weitere Prozesse und Ermittlungen laufen aber noch.

Insgesamt soll diese "Pfusch-Masche" bei mehreren Waschstraßen im ganzen Land kurzfristig funktioniert haben, der Schaden bei bis zu 500.000 Euro liegen!

von Kerstin Wassermann, Kärntner Krone

Symbolbild

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