Ein "Monster"

Geplanter Lienzer Shoppingtempel regt auf

Kärnten
05.02.2009 12:40
Das geplante Einkaufszentrum "M99" in Lienz in Osttirol lässt die Wogen hochgehen: Für die einen ist der 8.820 Quadratmeter große Shoppingtempel ein Zeichen des Fortschritts, für die Gegner ein "Monster", das die Innenstadt sterben lässt. Am Sonntag entscheiden die Bürger. Bürgermeister Johannes Hibler hat eine Volksbefragung initiiert.

"Ich will herausfinden, ob die Mehrheit der Lienzer für den Bau des "M99" in dieser Größe ist oder nicht. Wenn ja, werde ich dem Projekt keinen Widerstand leisten", versichert Hibler.

Riesenbau: Fünf Stockwerke
Um 20 Millionen Euro wollen ja die Bauherren Günther Bachmann und Josef Reichegger von der Brauneck Home GmbH Innichen den Shoppingtempel errichten, der von Architekt Peter Lorenz geplant wurde. Und zwar großzügig: 8.820 Quadratmeter Kundenfläche; auf 1.250 Quadratmetern ist Gastronomie geplant. Und das alles auf fünf Stockwerken. Der höchste Punkt wird auf 21,80 Metern liegen. "Zum Vergleich: Die Silo-Mühle ist 27 Meter hoch", so der Architekt.

Auch die Gegner des Projekts haben Vergleiche parat: "Es ist viel zu groß! Es lässt die Innenstadt-Geschäfte sterben", wettert die Bürgerinitiative "Stopp Monster99". Einige Lienzer Architekten legen nun neue Ideen auf den Tisch, wie man das Mühlenareal städtefreundlicher gestalten könnte: als Platz mit Geschäften, Wohnungen und Lokalen rundherum. "Ein Denkanstoß für die Volksbefragung", so Initiativen-Sprecher Gerhard Pirkner.

Entscheiden müssen aber die Lienzer selbst. Auch wenn es wissenschaftliche Studien gibt, und zwar von allen Seiten.

von Martina Holzer, Kärntner Krone

Symbolfoto

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