Benediktinermarkt

Politik lenkt ein: "Keine Handelsriesen am Markt!"

Kärnten
03.02.2009 11:55
Die millionenschweren Ausbaupläne für den Benediktinerplatz haben in Klagenfurt eine Welle des Protestes ausgelöst. Während Fieranten die Ansiedelung von Konkurrenz-Betrieben fürchten, bangen Besucher um den Charme des Markts. Jetzt lenkt die Politik ein: Ein Vertrag soll Handelsriesen vom Markt fernhalten.

Vor allem die Pläne für eine 750 Quadratmeter große Markthalle sorgen für Empörung. "Die Standmieten könnten sich bis auf große Handelskonzerne niemand mehr leisten. Und die machen dann unser Geschäft kaputt", so die Befürchtungen einiger Händler.

Sie kämpfen Seite an Seite mit vielen Marktbesuchern gegen die Ausbaupläne an: "Wenn die neue Halle kommt, würde der traditionsreiche Marktplatz viel von seinem Charme einbüßen müssen." So weit soll es aber nicht kommen. Nach dem Aufschrei in der Bevölkerung wurden die Hallen-Pläne schnell wieder verworfen.

Alte Pläne wieder verworfen
"Es handelte sich dabei um alte Pläne - erst jetzt wird mit der genauen Planung des Projekts begonnen. Es wird darauf geachtet, dass keine marktähnlichen Flächen errichtet werden", sagt Bürgermeister-Sprecher Adi Krumpl.

Gemeinsam mit Marktreferent Walter Zwick kündigt er jetzt an, diese Vereinbarung mit dem Projektwerber, dem Kärntner Siedlungswerk, auch zu fixieren. Zwick: "Es wird ein Vertrag aufgesetzt, damit die Fieranten keine zusätzliche Konkurrenz bekommen."

Baubeginn trotz Proteste schon 2010
Trotz der Proteste könne 2010 mit dem Bau des neuen Gebäudes und der Tiefgarage unter dem Markt begonnen werden. Um dann die Marktbesucher nicht mit hohen Gebühren zu verschrecken, rät Zwick: "Die Stadt soll eine Betreibergesellschaft gründen."

von Thomas Leitner, Kärntner Krone

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