23.09.2008 13:13 |

Terror in Jerusalem

Palästinenser rast mit Auto in Soldatengruppe

Bei einer Amokfahrt in Jerusalem sind am Montagabend mindestens 19 Menschen verletzt worden. Ein Mann arabischer Herkunft war mit seinem Auto in eine Gruppe israelischer Soldaten gerast, die am Straßenrand warteten, berichteten Polizei und Rettungsdienste. Dabei habe er 15 von ihnen sowie vier weitere Menschen verletzt. Zwei der Verletzten seien in einem kritischen Zustand, berichtete der israelische Rundfunk weiter. Ein Polizeisprecher sagte, einer der Soldaten und ein Polizist hätten den Mann, der offenbar keine Komplizen gehabt hat, erschossen. Es habe sich um einen "terroristischen Anschlag" gehandelt.

Der Vorfall ereignete sich im Schatten der Mauern der Altstadt, auf einer Straße, die das arabische Ost-Jerusalem vom jüdischen Westteil der Stadt trennt. Die Soldaten waren auf einem Bildungsausflug. Die Gegend ist wegen seiner Bars und Restaurants ein beliebter Treffpunkt für junge Leute. Bei besserem Wetter hätten sich zur Zeit des Anschlags weit mehr Menschen dort aufgehalten.

Neue Art des Terrors
In Jerusalem war es in diesem Jahr bereits zu ähnlichen Anschlägen gekommen. Vor zwei Monaten war ein Palästinenser von israelischen Sicherheitskräften erschossen worden, nachdem er in Jerusalem Passanten mit einem Bulldozer attackiert hatte (siehe Infobox). Knapp zwei Wochen zuvor waren bei einem ähnlichen Angriff eines Palästinensers drei Israelis getötet worden.

An einem Grenzübergang nahe der Stadt Nablus im Westjordanland verlor nach Armeeangaben am Montag ein israelischer Soldat ein Auge, als er von einer Frau mit Säurespray angegriffen wurde. Drei Palästinenser wurden bei dem Vorfall verletzt.

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