24.05.2008 19:38 |

Damen-Handball-CL

Hypo Niederösterreich scheitert im CL-Finale

Für Hypo Niederösterreich ist der Traum vom neunten Champions-League-Titel am Samstag geplatzt. Die Blau-Gelben mussten sich im Final-Rückspiel in der Arena Nova in Wiener Neustadt Zwezda Zwenigorod 29:31 geschlagen geben, die Russinnen hatten bereits das erste Match vor einer Woche 25:24 für sich entschieden. Für Zwezda, das sich mit einem Gesamtscore von 56:53 durchsetzte, ist es der erste Titel der Vereinsgeschichte. Hypo war zuletzt 2000 Gewinner des wichtigsten Europacup-Bewerbes gewesen.

Die Sorge, dass der durchs EHF-Reglement notwendig gewordene Umzug von der Südstadt ins 35 km entfernte Wiener Neustadt stimmungstechnisch ein Nachteil sein könnte, zerschlug sich sehr rasch. Die für die Damen-WM 1995 errichtete und rund 3.600 Zuschauer fassende Halle war so gut wie ausverkauft und von Beginn an ein echter Hexenkessel. Mittendrin war als prominentester Daumendrücker ÖSV-Skiheld Benjamin Raich.

Doch im Gegensatz zum Hinspiel, als Hypo in der ersten Spielhälfte einen 15:10-Vorsprung herausgeschossen hatte, erwischten diesmal die Russinnen den besseren Start. Die zunächst übernervös wirkende Hypo-Truppe war zu Beginn stets mit ein, zwei Toren im Hintertreffen, lediglich Torfrau Englert verhinderte mit einer Serie von starken Paraden einen noch höheren Rückstand.

Ab dem Stand von 4:6 lief der Hypo-Motor erstmals auf Hochtouren, in der 15. Minute gelang die erstmalige Führung (7:6). Zwezda ließ sich jedoch nicht abschütteln und blieb dank konsequenter Chancenauswertung dran, die Führung wechselte fast im Minutentakt. Wie entfesselt spielte bei den Russinnen im Finish der ersten Hälfte Poltoratskaja, die zwischen der 24. und 30. Minute gleich sechsmal traf. In die Pause ging es mit einem 15:15-Remis.

Russinnen behielten kühlen Kopf
Der offene Schlagabtausch ging nach dem Seitenwechsel munter weiter. Hypo konnte sich nie mehr als zwei Tore absetzen, die mit neun Spielerinnen des amtierenden Weltmeisters Russland gespickten Gäste zogen immer wieder nach. Hinzu kamen zahlreiche "leichte" Ballverluste auf beiden Seiten, die Anspannung in beiden Reihen war nicht zu übersehen.

Hypo tat sich immer schwerer, die Abwehr von Zwezda zu überwinden und die Zeit lief Regisseurin Oh und Co. gnadenlos davon. Beim Stand von 27:28 (55.) schien der Champions-League-Pokal in weiter Ferne, drei Treffer fehlten zu diesem Zeitpunkt. Und es sollte auch nicht mehr klappen mit dem so sehr herbeigesehnten Titel Nummer neun, dem ersten seit 2000. Die Russinnen behielten kühlen Kopf und gewannen in der Arena Nova als unterm Strich abgeklärteres Team 31:29.

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