Mi, 25. April 2018

„Hirngespinst“

10.01.2018 09:56

Douglas wehrt sich gegen Masturbationsvorwürfe

"Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll. Das ist eine komplette Lüge, ein Hirngespinst, da ist kein Funken Wahrheit." Hollywoodstar Michael Douglas geht in die Offensive und wehrt sich präventiv gegen Vorwürfe einer ehemaligen Mitarbeiterin, er hätte vor ihr onaniert. Er ist nicht der einzige Star, der derzeit gegen Vorwürfe der sexuellen Nötigung vorgeht. Auch James Franco und Stan Lee dementieren Übergriffe auf Frauen. 

Michael Douglas berichtete gegenüber "Deadline Hollywood", das Magazin "The Hollywood Reporter" habe sich bei ihm gemeldet, und ihn mit angeblichen sexuellen Übergriffen vor 32 Jahren konfrontiert. Eine Frau, die einst für seine Produktionsfirma in New York gearbeitet hatte, stelle komplett falsche Gerüchte in den Raum. 

"Hirngespinst"
Der heute 73-jährige Schauspieler sieht sich gezwungen, gegen die Behauptungen der Frau, er habe sie sexuell belästigt, vorzugehen. Konkret habe die Ex-Angestellte, die heute als Bloggerin arbeitet, behauptet, er habe vor ihr masturbiert und Obszönitäten von sich gegeben.

"Eine Lüge, ein Hirngespinst", so Douglas. Seine Sprache vor Angestellten mag vielleicht manchmal deftig gewesen sein, aber ihr gegenüber habe er sich niemals zu etwas Unanständigem hinreissen lassen.

"Extrem schmerzhaft"
Er habe immer auf seinen guten Ruf in der Branche geachtet und deshalb seien die Anschuldigungen "extrem schmerzhaft" für ihn. Besonders schlimm sei für ihn, dass seine Kinder darunter leiden. Ihr Vater sei kein Sexualstraftäter. 

Michael Douglas hat mit seiner Frau Catherine Zeta-Jones die Kinder Carys (14) und Dylan (17). Aus der Ehe mit Diandra Luker stammt Sohn Cameron (39).

Auch James Franco weist Vorwürfe zurück
Douglas ist nicht der einzige Hollywoodstar, der sich gleich am Anfang des Jahres 2018 massiven Vorwürfen stellen muss. Auch Golden-Globe-Preisträger James Franco hat Vorwürfe der sexuellen Nötigung zurückgewiesen. Die Anschuldigungen, die Schauspielerin Violet Paley und Regisseurin Sarah Tither-Kaplan kürzlich auf Twitter geäußert hatten, seien "nicht korrekt", sagte der 39-jährige am Dienstagabend in Stephen Colberts "The Late Show". Sollte er etwas falsch gemacht haben, wolle er es aber wiedergutmachen, erklärte der Schauspieler. Er unterstütze Menschen, die Missstände ansprechen, und wolle sie "in keinster Weise zum Schweigen bringen."

Franco wird von der Schauspielerin Violet Paley beschuldigt, sie als Teenager zum Oralsex gezwungen zu haben. Sie twitterte nach der Globes-Verleihung, bei der Franco, wie viele Stars mit einem "Time's Up"-Anstecker erschienen war, um Solidarität mit der MeToo-Bewegung zu bekunden: "Süß, dein 'Times Up'-Button, James Franco. Erinnerst du dich noch daran, als du meinen Kopf im Auto auf deinen entblößten Penis gezwungen hast? Und als du versucht hast, meine 17-jährige Freundin im Hotelzimmer zu verführen? Nachdem du bereits mit einer anderen 17-Jährigen erwischt wurdest?"

Paley stellte später klar, dass sie eine einvernehmliche Beziehung mit dem Schauspieler (39) gehabt hatte. Doch sie bleibt dabei: Der Vorfall im Auto mit dem Oralsex geschah gegen ihren Willen. 

Kurz nach Francos Auszeichnung als Bester Schauspieler am Sonntag hatte auch die ehemalige Schauspielerin Ally Sheedy gewittert: "Wartet. Tschüss! Christian Slater und James Franco am selben Tisch bei den Golden Globes. #MeToo. James Franco hat gerade gewonnen. Bitte fragt mich nie, warum ich das Film/TV Business verlassen hab." Die 51-Jährige löschte den Tweet zwar kurz darauf wieder, brachte aber ein Cyber-Lawine damit ins Rollen. Die Schauspielerin Sarah Tither-Kaplan schrieb: "Hey James Franco, toller Anstecker. Du hast mir vor ein paar Wochen gesagt, dass 100 Dollar die Stunde dafür, dass ich mich in zwei deiner Filme ganz ausziehen musste, eine faire Bezahlung wären. Weil ich einen Vertrag unterschrieben habe. Die Zeit ist wirklich abgelaufen."

Vorwürfe gegen Comicbuch-Legende Stan Lee
Vorwürfe wegen sexueller Belästigung muss sich auch Comicbuch-Legende Stan Lee gefallen lassen. Laut "Daily News" wirft eine private Krankenschwestern-Agentur dem 95-Jährigen in einer Zivilklage vor, Mitarbeiterinnen zum Oralsex in der Dusche aufgefordert zu haben. Außerdem soll der "Marvel Comics"-Gründer den jungen Frauen, die ihn zu Hause in seiner Villa pflegen sollten, angeordnet haben, ihm "auf dem Bett einen runter zu holen." 

Ein Insider verrät "Enterpress News" zufolge der Zeitung: "Stan ist es egal, was die Leuten von ihm denken. Er geht gerne Mal auf Tuchfühlung bei den Krankenschwestern und findet es nur witzig." Ein Sprecher fuer Lee dementiert alle Vorwürfe vehement: “Sie sind falsch und widerwärtig. Mr. Lee wird sich mit allen Mitteln dagegen wehren, um seinen guten Namen zu schützen. Die Firma arbeitet bereits seit 2016 nicht mehr mit ihm zusammen und Mr. Lee lässt sich nicht erpressen. Er hat sich nichts zu schulden kommen lassen."

Pamela Fidler-Stolz
Pamela Fidler-Stolz

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