Leserbriefe vom
7.4.2026Datum auswählen
„Ihr verrückten Mistkerle.“
Sagt gerade der Initiator dieses Krieges, der eigentlich schon mehrmals bewiesen hat, dass er nicht ganz normal ist. Dass er eigentlich auch der einzige Mistkerl in dieser Affäre ist, ist wohl mehr als 75 Prozent der Weltbevölkerung klar.
Johann Janosik
Osterbotschaft
US-Präsident Donald Trump, der seiner Meinung nach mächtigste Mann der Welt, drohte dem Iran in scharfem Ton mit verstärkten Angriffen auf Kraftwerke und Brücken. „Öffnet die verdammte Meerenge, ihr verrückten Bastarde, oder ihr werdet in der Hölle landen“, erklärte Trump auf seiner Social-Media-Plattform Truth Social mit Blick auf die Straße von Hormus und unter Verweis auf ein von ihm gestelltes Ultimatum an den Iran. Ob diese peinliche Osterbotschaft eine gute Basis für nötige Verhandlungen ist?
Mag. Hans Rankl
Ohne direkte Demokratie bleibt alles beim Alten
Die Wogen gehen wegen der ORF-Gagen hoch – und bald werden auch die ÖGK und die Kammern stärker ins Visier geraten. Die Medien berichten, die Empörung wächst. Doch eines ist leider absehbar: Es wird sich nichts ändern. Warum? Weil diese Systeme politisch abgesichert sind. Echte Veränderung wird es erst geben, wenn wir den nächsten Schritt wagen – hin zum Schweizer Modell der direkten Demokratie. Dort kann das Volk selbst entscheiden: Mit genügend Unterschriften kommt ein Thema zur Abstimmung – und die Mehrheit des Volkes entscheidet verbindlich. Genau das fehlt uns. Denn ich glaube, es gibt nur wenige Österreicher, die den ORF in seiner jetzigen Form unverändert weiterführen wollen. Und ohne diese direkte Demokratie wird der Sumpf der ungerechten Bereicherungen und der politisch abgesicherten Posten immer größer. Mein Appell: Wählen wir jene Parteien, die den Mut haben, diese Verfassungsänderung wirklich umzusetzen.
Ing. Andreas Rafferseder
Maschine zur Geldvernichtung
Brunos Alchemist bemüht sich unter anderem um die Auflösung der ORF-Haushaltsabgabe. Er versucht, sie ins Bundesbudget zu transferieren. Ein Etikettenschwindel! Dort taucht die Zwangsgebühr als neue Massensteuer wieder auf. Auch der „Krone“-Wunsch nach ORF-Entpolitisierung lässt sich vom Wurmkur-Spezialisten nicht verwirklichen. Es waren durchwegs angesehene Politiker, welche dieses Hochwuchern des Privilegien-Stadls zum eigenen Vorteil vorantrieben. Grund: Derart fürstlich entlohnte Journalisten sind wandlungsfähig. Sie schmeicheln jeder gerade im Amt befindlichen Regierung. Mitarbeiter privater Medien können zwar kritisch berichten, bleiben dabei aber von einer ORF-Entlohnung meilenweit entfernt. Trauriger Blick in die Zukunft: Es erscheint rechtlich unmöglich, in die bestehenden Verträge einzugreifen. Aus den ORF-Gagen-Kaisern werden Schritt für Schritt Luxus-Pensionisten. So belastet dieser geldfressende Medienmolch unsere Haushaltsbudgets noch viele Jahre.
Dr. Wolfgang Geppert
Danke, Bruno!
Ihre Karikaturen treffen präzise die Personen, die Sie aufs Korn nehmen. Besser kann man unseren Doch-nicht-Kanzler Kickl gar nicht interpretieren. Gut, dass es Sie gibt. Speziell der Hofnarr oben auf Kickls Spezialmischer gefällt mir sehr gut.
Georg Culetto
Sager unserer Sparefrohs
Wer weniger Sprit verbraucht, muss weniger Treibstoff bezahlen. Das ist eine rechnerische Meisterleistung. Ein dünnes Jackerl anziehen statt heizen. Eine Alternative gegen die Verkühlung. Das sind zwei Weisheiten, für die wir sicher keine hoch bezahlten Politiker benötigen, die uns sagen wollen, wie wir sparen sollen. Wir mündigen Bürger können das schon selbst für uns entscheiden. Viel interessanter wäre es, wenn unsere Politiker darüber reden würden und wir hören und sehen könnten, wie sie bei sich selbst sparen wollen. Aber da sind sie wie die drei Primaten Iwazaru = Mund zu, Kikazaru = Ohren zu und Mizaru = Augen zu. Auch im ORF haben diese drei putzigen Freunde anscheinend viele Anhänger. Was man da über die Gehälter der viel zu vielen Führungskräfte hören bzw. lesen muss, geht auf keine Primatenhaut mehr. Sie alle, aber auch jene, von denen wir bis jetzt noch nichts hören oder lesen mussten, haben sich wohl diese drei Freunde zum Vorbild genommen? Doch da gibt es noch einen vierten putzigen Freund: Shizaru = nichts Böses tun. Wenn dem nur so wäre. Gerade weil sie nichts tun, machen sie Böses.
Werner Schnell
Der ORF gehört uns allen!
Sehr treffend schreibt wieder einmal Chefredakteur Klaus Herrmann im „Brief an die Leser“. Der ORF gehört uns allen, denn alle österreichischen Haushalte sind verpflichtet, ihn zu finanzieren. Daher hat die Politik sich zu 100 Prozent davon fernzuhalten. Der ORF muss frei von jeglicher politischer Einflussnahme sein. Es kann bzw. darf doch daher bitte nicht sein, dass parteinahe Freundeskreise im Stiftungsrat sitzen, um ihre Agenden auf Kosten der Bevölkerung voranzutreiben. Wenn der öffentlich-rechtliche Rundfunk es ernst mit Unabhängigkeit meint, gehört dieses System endlich entpolitisiert. Andernfalls verliert der ORF seine Glaubwürdigkeit und seine Daseinsberechtigung. Als gelernter Österreicher befürchte ich jedoch, dass die Forderung nach einem unabhängigen ORF bei vielen Politikern auf taube Ohren stoßen wird.
Ingo Fischer
Erneuerung des ORF
Jetzt hat man die große Chance, den ORF völlig zu erneuern und Altlasten abzubauen. Vor allem sollte man ihn komplett entpolitisieren und auch entideologisieren, denn unterschwellige zeitgeistige Beeinflussungen und ständige links-grüne Botschaften sind im TV Störfaktoren. Man muss auf neutrale Information und qualifizierte Unterhaltung fokussieren, allerdings auf aktuellem Niveau und ohne uralte Beiträge im Hauptabendprogramm. Und die Mitarbeiter sollen ihren Qualifikationen entsprechend gut bezahlt werden, aber ohne die aktuellen Ausreißer nach oben, die eine Verschaukelung der Zwangsgebührenzahler darstellen.
Mag. Martin Behrens
Externe Beratung
Im „Drama-Stadel“ ORF zeigt sich wieder einmal ein bekanntes Muster: Wenn es darum geht, hausgemachte Probleme zu lösen – sei es bei der Aufklärung von Missständen oder der längst fälligen Reform der Gehaltsstrukturen –, greift man beim ORF (ganz nach dem Vorbild unserer Regierung) tief in die Tasche der Beitragszahler, um externe Berater zu finanzieren. Als jemand, der diese „Zwangsgebühren“ entrichten muss, stelle ich mir zunehmend die Frage: Über welche Qualifikationen verfügen die Herrschaften in der Führungsetage eigentlich? Nach welchen Kriterien wurden diese Posten besetzt und welche Referenzen wurden vorgelegt, wenn nun für jede „gehirnbedingte“ Entscheidung teure Hilfe von außen benötigt wird? Es ist ein Schlag ins Gesicht jedes Handwerkers, der nur einen Bruchteil dieser fürstlichen Gehälter verdient. Ein Facharbeiter muss für seine Arbeit geradestehen und Lösungen selbst finden – von dem Luxus, bei jeder kniffligen Aufgabe eine externe Beratungsfirma auf Kosten anderer zu engagieren, kann er nur träumen. Es scheint, als gehöre die Überforderung in den Führungsetagen mittlerweile zum guten Ton, solange die Allgemeinheit die Rechnung für die „Entwirrung des Chaos“ übernimmt.
Josef Pratsch
Einzelproteste sind sinn- und zwecklos
Über die von der „Krone“ publizierten unmoralischen Bezüge und Privilegien für einige der ORF-Häuptlinge herrscht allgemeine Empörung – zu Recht. Die Finanzierung dafür leisten die Zwangsgebührenzahler. Um das zu ändern, gibt es meiner Meinung nach nur eine österreichweite gut organisierte Aktion: Alle Gebührenzahler verweigern die Bezahlung der Zwangsgebühr so lange, bis die Gebühren auf ein erträgliches Maß zurückgeführt und die Sonderprivilegien gestrichen werden. Dies wäre eine dankenswerte Aktion für die „Krone“, Einzelproteste sind sinn- und zwecklos.
Hans Karl
ORF-Gagenkaiser
Kein Journalist sollte mehr als der Bundespräsident verdienen.
Paul Rittler
Politiker raus?
Die vernünftige Botschaft der „Krone“-Headline „Raus mit der Politik aus dem ORF!“ hör ich wohl, allein mir fehlt der Glaube. Weder für den ORF noch für die Bundesstaatsanwaltschaft wird es fachlich qualifizierte Persönlichkeiten ohne politische Ausrichtung geben. Viele wollen eher Manager mit ihrer eigenen Weltanschauung besetzen.
Dr. Rudolf Gürtler, em. Rechtsanwalt
Im Sinne der Konsumenten
Wenn viele Menschen jetzt der Meinung sind, man sollte den ORF privatisieren, sollten sie nicht übersehen, dass wir damit eine Werbeflut wie bei Privatsendern zu erwarten hätten. Ich glaube, das wäre nicht im Sinne der Konsumenten. Es sollte ehestens eine akzeptable Lösung für den ORF gefunden werden. So wie es jetzt zugeht, erinnert die ganze leidige Geschichte an eine Bananenrepublik.
Hans Flakl
Wie aggressive Rhetorik die Welt gefährlicher macht
Trumps Social-Media-Posting, dessen Wortwahl nicht nur irritiert, sondern zutiefst verstörend wirkt. Unabhängig davon, wie belastbar oder endgültig verifiziert einzelne Formulierungen im Detail sein mögen, wirft allein die Vorstellung einer derart enthemmten, aggressiven und entwürdigenden Sprache ein bezeichnendes Licht auf den Zustand politischer Kommunikation. Wollen wir wirklich in einer Welt leben, in der einflussreiche Entscheidungsträger öffentlich in dieser Tonlage sprechen? Sprache ist nie neutral. Sie prägt Wahrnehmung, verschiebt Grenzen des Sagbaren und beeinflusst, wie Konflikte gedacht und letztlich auch ausgetragen werden. Wenn politische Akteure beginnen, ihre Gegner nicht mehr als Verhandlungspartner, sondern als Feindbilder zu zeichnen, wird der Raum für Diplomatie und Kompromiss systematisch zerstört. Besonders problematisch ist die moralische Aufladung solcher Botschaften. Es geht dann nicht mehr um unterschiedliche Interessen oder Lösungsansätze, sondern um: hier die „Guten“, dort die „Bösen“. Diese Form der Entmenschlichung senkt nachweislich die Hemmschwelle für Eskalation und Gewalt. Vertrauen erodiert, Zusammenarbeit wird unmöglich, und demokratische Grundprinzipien geraten unter Druck. Gerade von den mächtigsten Personen der Welt sollte man ein Mindestmaß an Verantwortung, Besonnenheit und sprachlicher Integrität erwarten. Wer stattdessen mit Provokation, Drohungen und Beleidigungen agiert, trägt nicht zur Lösung von Konflikten bei – sondern gießt Öl ins Feuer. Ein solcher Kommunikationsstil darf weder normalisiert noch relativiert werden.
Mike Payer
Dünnes Jackerl
Die Aussage von ÖVP-Staatssekretärin Elisabeth Zehetner, man solle vielleicht ein dünnes Jackerl zu Hause anziehen, wenn einem kalt ist, empfinde ich fast als Hohn. Wenn mir kalt ist, ist mir kalt, und dagegen hilft schon gar nicht ein dünnes Jackerl.
Marion Schmeidek
Kasperl der Woche
Sehr geehrter Herr Pommer! Auch ich hätte fast einen Lachanfall bekommen beim Lesen des Ratschlags von Frau Zehetner. Das Staatssekretariat von Frau Zehetner kann man einsparen, ebenso das von Herrn Schellhorn. Man gewinnt immer mehr den Eindruck, dass man uns für dumm verkaufen will. Ein Gutteil der Regierungsmitglieder ist völlig überbezahlt. Es stellt sich die Frage: Wo ist die Leistung? Am besten wäre eine Expertenregierung, wobei es egal sein sollte, ob die Betreffenden ein Parteibuch haben. So wie jetzt werden wir bald in „Österarm“ sein. Wie man sieht, verderben viele Köche den Brei.
Dr. Christine Sperl
„Bahnbrechende“ Idee
Ein Grad weniger Raumtemperatur senkt die Heizungskosten um bis zu 10% . Frau Zehetner ist zu jung und empfindet sich somit als Erfinderin dieser „bahnbrechenden“ Idee. In meinem Alter hat man das nicht nur sein Leben lang gelebt, sondern schon so oft als überflüssigen „Tipp“ gehört, dass man sich ein Kühlaggregat einbauen lassen müsste, um die dementsprechenden Minusgrade zu erreichen!
Pablo Werner Spitzer
Energie sparen
Teure Frau Staatssekretärin Zehetner! Danke, danke, danke. Wie habe ich bloß die letzten 77 Jahre ohne ihre guten Ratschläge überlebt? Wenn mir kalt ist, ein leichtes Jackerl anziehen.Großartig. Leider müssen Sie sich dafür den Titel „Königin der Binsenweisheiten“ mit Ihrer Kollegin Gewessler teilen. Die hat uns schon vor Jahren erklärt, dass jeder Topf seinen Deckel zwecks Wassererwärmung braucht. Haltet ihr die Bevölkerung eigentlich für grenzdebil? Glaubt ihr wirklich, wir brauchen solche Ratschläge? Wenn das die Quintessenz Ihrer Tätigkeit ist, lassen Sie diese bitte bleiben.
Margarete Hofmann
Wem nützt das?
Angeblich drehen vor der niederländischen Küste mit Öl voll beladene Tanker derzeit wieder ab, weil sie auf noch höhere Verkaufspreise hoffen. Die prognostizierte Treibstoffkrise noch während des April treibt offenbar diverse Spekulanten an, die Krisenstimmung noch weiter anzuheizen. Wie kann es sonst sein, dass eine gesperrte Meerenge, durch die nur 20 Prozent der weltweiten Öltransporte laufen, zum Symbol eines globalen Energieengpasses wird? 80 Prozent der Öltransporte laufen in Wahrheit weiterhin vollkommen ungehindert ab. Wer also hat Interesse an einem durchaus verhinderbaren weltweiten Energiechaos? Wer redet hier ständig von bevorstehenden Engpässen, obwohl wir Europäer Erdöl nicht nur aus dem Nahen Osten beziehen? Cui bono? Wem nützt das? Es wäre an der Zeit, diese Frage einer mutmaßlich gezielt gesteuerten Panikmache zwecks Preismaximierung öffentlich zu stellen.
Martin Krämer
Der Sinn des Lebens im Schatten des Unrechts
Immer wieder hören wir große Worte: Menschenrechte, Völkerrecht, Frieden. Doch was bedeuten sie noch, wenn sie im Ukrainekrieg, in Gaza, im Konflikt mit dem Iran, in Venezuela und in anderen Krisenregionen so offen missachtet werden? Wenn Machtinteressen über Menschlichkeit gestellt werden, wenn Gewalt zur Sprache der Politik wird und die Energiekrise zusätzlich die Verwundbarkeit unserer Gesellschaft offenlegt, dann stellt sich eine Frage mit neuer Dringlichkeit: Worin liegt der Sinn des Lebens? Sicherlich nicht im bloßen Streben nach Macht, Einfluss oder wirtschaftlichem Vorteil. Der Sinn des Lebens kann nur dort gefunden werden, wo der Mensch dem Menschen nicht gleichgültig ist. Er liegt in der Achtung der Würde, im Schutz des Schwachen, im Widerstand gegen Zynismus und Verrohung. Eine Welt, die Recht nur noch selektiv gelten lässt, gefährdet nicht nur den Frieden zwischen Staaten, sondern auch das moralische Fundament unseres Zusammenlebens. Gerade deshalb dürfen wir uns an das Unrecht nicht gewöhnen. Die Verteidigung von Menschenrechten ist keine Frage politischer Mode, sondern eine Verpflichtung gegenüber der Menschlichkeit selbst. Im anderen erkennen wir den, der größer ist als wir. Wer den Sinn des Lebens sucht, wird ihn nicht im Lärm der Macht finden, sondern in der stillen Treue zum Gewissen.
Dr. Josef Richard Skumautz
Staatsmännisch
Kanzler Stockers Aussagen muten nicht gar staatsmännisch an, wenn er meint, wer weniger Sprit verbraucht, muss weniger für Treibstoff bezahlen. „Sechs Euro haben oder nicht haben, das ist schon was“, diese Aussage ist eher eine Verhöhnung der Österreicher angesichts der vielen Armen und Armutsgefährdeten. Und der Neologismus „Trumpflation“ ist eine Ablenkung von der Inkompetenz seiner Regierung. Ehrlichkeit wäre zu sagen, dass es in dieser Situation keine einfachen Lösungen gibt – wie auch für die anderen großen Baustellen im Inland. Ein staatsmännisches Auftreten würde übrigens auch den Oppositionsparteien gut zu Gesichte stehen.
Gottfried Leeb
Weltgeduld
Wie lang wird die Welt dem irren Treiben des amerikanischen Psychopathen Trump noch zusehen? Überall fängt er Kriege an, holt sich eine blutige Nase und schwärmt aber von heldenhaften Siegen Amerikas. Hauptsache, er und seinesgleichen verdienen Unsummen an den katastrophalen wirtschaftlichen Folgen seiner sprunghaften Umtriebigkeit. Es gibt doch auf der ganzen Welt Abermillionen Menschen, die durch ihn wirtschaftlich oder an Leib und Leben geschädigt wurden.
Viktor Rothstock

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