Wie aggressive Rhetorik die Welt gefährlicher macht
Trumps Social-Media-Posting, dessen Wortwahl nicht nur irritiert, sondern zutiefst verstörend wirkt. Unabhängig davon, wie belastbar oder endgültig verifiziert einzelne Formulierungen im Detail sein mögen, wirft allein die Vorstellung einer derart enthemmten, aggressiven und entwürdigenden Sprache ein bezeichnendes Licht auf den Zustand politischer Kommunikation. Wollen wir wirklich in einer Welt leben, in der einflussreiche Entscheidungsträger öffentlich in dieser Tonlage sprechen? Sprache ist nie neutral. Sie prägt Wahrnehmung, verschiebt Grenzen des Sagbaren und beeinflusst, wie Konflikte gedacht und letztlich auch ausgetragen werden. Wenn politische Akteure beginnen, ihre Gegner nicht mehr als Verhandlungspartner, sondern als Feindbilder zu zeichnen, wird der Raum für Diplomatie und Kompromiss systematisch zerstört. Besonders problematisch ist die moralische Aufladung solcher Botschaften. Es geht dann nicht mehr um unterschiedliche Interessen oder Lösungsansätze, sondern um: hier die „Guten“, dort die „Bösen“. Diese Form der Entmenschlichung senkt nachweislich die Hemmschwelle für Eskalation und Gewalt. Vertrauen erodiert, Zusammenarbeit wird unmöglich, und demokratische Grundprinzipien geraten unter Druck. Gerade von den mächtigsten Personen der Welt sollte man ein Mindestmaß an Verantwortung, Besonnenheit und sprachlicher Integrität erwarten. Wer stattdessen mit Provokation, Drohungen und Beleidigungen agiert, trägt nicht zur Lösung von Konflikten bei – sondern gießt Öl ins Feuer. Ein solcher Kommunikationsstil darf weder normalisiert noch relativiert werden.
Mike Payer, Neusiedl am See
Erschienen am Di, 7.4.2026
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