Die Bundesregierung arbeitet an einer sog. Industriestrategie. In Wahrheit wird politisch taktiert und herumgebastelt. In der Regierung sitzt kein einziger Industrieller, niemand mit Verantwortung für Fabriken, Mitarbeiter, Aufträge oder Energiekosten. Wer diese Realität nicht kennt, kann kaum verstehen, was die Industrie wirklich braucht. Was als Reformen verkauft wird, sind kosmetische Korrekturen. Statt Lohnnebenkosten zu senken, Bürokratie abzubauen und Energie leistbar zu machen, verliert sich die Politik in Schlagworten wie „Stärken stärken“ oder „Zukunftstechnologien“. Das klingt gut, hilft den Betrieben aber kein Stück. Ohne echte Reformen bleibt der Industrie nur eine Konsequenz: Investitionen werden eingefroren, Standorte zurückgebaut und die Produktion ins Ausland verlagert. Abwanderung ist keine Drohung – sie ist die logische Folge.
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