Das freie Wort

Tut endlich das Richtige!

Es gibt Sprüche mit ewigem Gültigkeitsanspruch. Einer davon ist: „Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben“, ein anderer: „Löse ein Problem, solange es noch ein kleines ist!“ Allein, unsere Regierung ignoriert diese Wahrheiten beharrlich. Wir haben veritable Probleme, es geht schlicht um die Beibehaltung eines zufriedenstellenden Lebensstandards. Wir sollten uns verabschieden von der Illusion ständig steigender Realeinkommen. Dafür hat sich die Welt im letzten Dezennium zu stark verändert. Leider ist Österreich für kommende Herausforderungen schlecht aufgestellt! Wir haben Schulden bis zum Abwinken, ein Finanzfiasko. Und was macht die Regierung? Sie übt sich im Klein-Klein und versucht, das Riesendefizit mit kosmetischen Einsparungen in den Griff zu bekommen. Das funktioniert nicht. Es bedarf endlich entsprechender Weichenstellungen. Diese sind bekannt, sie brauchen hier nicht wiederholt zu werden. Leider wirken Strukturreformen erst mittelfristig, daher wäre es wichtig gewesen, bereits entsprechende Maßnahmen zu ergreifen. Leider kommen die Mitglieder der Regierung aus dem geschützten Bereich, sie kennen die harte Wirklichkeit der Privatwirtschaft nicht und sind noch immer in der Klientelpolitik verhaftet. Daher tun sie sich so schwer, endlich die Förderungen zu normalisieren. Zwei Maßnahmen sind vordringlich, beide hat die Agenda Austria vorgeschlagen: Die Budgets 2019 werden um die Inflation hochgerechnet und den Ministerien vorgegeben. Mit dieser Maßnahme allein erzielten wir einen Budgetüberschuss! Gut, wird nicht so funktionieren, weil die vorige Regierung fleißig Personal im öffentlichen Bereich aufgenommen hat, seit 2019 gibt es dort um über 100.000 Beschäftigte mehr – und das in Zeiten der Digitalisierung! Dennoch, in diese Richtung hat es zu gehen. Bei den Förderungen ist 2026 auf den EU-Durchschnitt abzustellen, das spart ungefähr zwei Prozentpunkte vom BIP und ergibt Einsparungen von etwa 15 Milliarden! Geht man so vor, kann das EU-Defizitverfahren beendet werden, und wir würden nicht in das nächste Desaster laufen, den Zinsendienst, der ansonsten von unter sieben Milliarden Euro auf über 13 Mrd. im Jahr 2029 ansteigen würde. Frei werdende Mittel sollten zur Verbesserung des Standortes eingesetzt werden. Es sollte klar sein, dass nur so die Abwanderung der Industrie gebremst werden kann. Dass man sich darüber hinaus Gedanken über das künftige Zusammenleben machen muss, ist auch evident, die Regierung sollte Maßnahmen setzen, um Österreich wieder zu dem zu machen, was es einmal war!

Dr. Erich Gnad, Wien

Erschienen am Mo, 29.9.2025

Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

Weitere Leserbriefe
28.3.2026Datum auswählen
Globaler und nationaler Notstand
Am Persischen Golf zerschießen sich gerade die Kriegsparteien gegenseitig die Erdöl- und Erdgasfelder, sodass viele davon auf Jahre hinaus ausfallen ...
Mag. Anton Bürger
Verschmutzung der Umwelt
Es ist eigentlich traurig, dass jedes Jahr Säuberungsarbeiten an Bahnhöfen und Straßenrändern durchgeführt werden müssen und auch Graffiti von Zügen ...
Hermi Böhm
Positiver Nebeneffekt
Herr DDr. Stelzl aus Linz (Leserbrief vom 27. 3.) mag in manchen Punkten bezüglich der Effizienz und Kosten des Einweg-Pfandsystems recht haben. Was ...
Eva Gusenbauer
Justizskandal
Was ist nur los mit unserer Justiz? Da steht ein perverser Tierquäler von einer „Qualität“, die neu und unübertroffen ist, abgesehen von über tausend ...
Eva Schreiber
Erbschaftssteuer
Meine Frau und ich, beide kurz vor der Pensionierung, sind dann bei Pensionsantritt 45 Jahre oder mehr lückenlos arbeiten gegangen. Immer Vollzeit, ...
Harald Hauser
Düstere Entwicklung
Das Leben mit Krisen ist hart. Ihre Folgen gravierend. Beide haben uns förmlich im Würgegriff. Die Spuren, die diese Mischung hinterlässt, sind ...
Christian Stafflinger
Unfassbare Ignoranz
Zum Beitrag von Herrn Franz Mostögl im „Freien Wort“ vom 26. 3.: Ich möchte mich für die klaren Worte bedanken. Es ist in der Tat unfassbar, mit ...
Josef Pratsch
Diesel um 1,40 Euro
Wir kommen soeben aus Teneriffa – dort kostet der Diesel aktuell 1,40 Euro. Seltsam – obwohl der Transport per Tankschiff zu den Kosten aufgeschlagen ...
Friedrich Leisser
Damals und heute!
In den 1980er-Jahren galt der Dieselmotor aufgrund seiner Langlebigkeit, Kraftstoffeffizienz und Zuverlässigkeit oft als robuste Alternative zu ...
Hubert Gruber
Bargeld
Die Schweizer haben erst am 8. März dieses Jahres entschieden, dass die Verfügbarkeit von Bargeld in der Verfassung verankert wird. Da dieses Thema ...
Silvia Höfinger
Zeitumstellung
Seit Jahren diskutiert die EU über die Abschaffung der Zeitumstellung, und eine überwältigende Mehrheit der Bürger hat sich bereits 2018 in einer ...
Ernst Pitlik
Anlassgesetzgebung und Symbolpolitik
Aufgrund der Energiekrise im Zuge des Iran-Krieges und der daraus resultierenden Energieknappheit erkennt nun die Bundesregierung die Wichtigkeit des ...
Franz Köfel
Handyfreie Zeit
Dass Schüler kaum drei Wochen ohne ihr Handy auskommen, zeigt ganz gut, wie weit der Wohlstand fortgeschritten ist. Das ist nämlich ein unnötiges ...
Markus Karner
Immer und überall
Gemeinsam mit drei Freunden saß ich in einem Café an einem Tisch. Alle hatten das Mobiltelefon in Händen und wischten mit dem Daumen über die ...
Haribert Isepp
Wegweisendes Urteil?
Ein US-Gericht verurteilte die Konzerne Meta und Google also zu Entschädigungen in Millionenhöhe. Viel essenzieller als die Gegebenheit, dass Google ...
Ingo Fischer

Voriger Tag
28.3.2026Datum auswählen
Nächster Tag
Kostenlose Spiele
Vorteilswelt