Das freie Wort

Selbstbehalt bei Rettungstransporten

Jetzt rollt die nächste Kostenlawine auf Pensionisten zu. Mich ärgert, dass „still und leise“ beschlossen wurde, dass für Rettungstransporte ein Selbstbehalt von je 7,55 Euro zu bezahlen ist. Dies gilt auch für Pensionisten, die in Heimen leben und nur mehr Taschengeld in der Höhe von 20% ihrer Pension beziehen. Von diesem sind auch Kosten für persönliche Notwendigkeiten wie Friseur, Fußpflege, Toilettenartikel zu zahlen. Festzuhalten ist, dass diese Krankentransporte aus medizinisch notwendigen Gründen erfolgen (Facharztbesuch, Spitalsaufenthalte, Kontrollen etc.). Patienten müssen mit der Rettung fahren, könnten sie gehen, wären sie nicht im Heim. Viele haben keine Angehörigen, die sich um sie kümmern. Sie brauchen auch mal einen Zahnarzt, eine neue Brille. Alle, unter Führung der Obleute der drei Koalitionsparteien, die den Selbstbehalt beschlossen haben, sollten sich in Grund und Boden schämen. Auch von den Pensionistenvertretern habe ich kein Wort dazu gehört. Leute, die keine Kraft mehr haben, sich zu wehren, werden mit immer weiteren Kosten belastet. Das sind die Personen, die den Krieg überlebt haben und Österreich wieder aufgebaut haben. Vielleicht gibt es eine Möglichkeit, dass Paten die Kosten für Rettungstransporte übernehmen. Dann wäre wieder ein Stück Achtung, Würde und Respekt gegenüber den Pensionisten hergestellt. Es wäre wünschenswert, wenn Politiker als Mensch darüber nachdenken.

Ing. Mag. Rudolf Korbuly, Baden

Erschienen am Mi, 10.9.2025

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