Liberale Thinktanks verwenden in der Debatte um die Pensionsfinanzierung häufig absolute Beträge, die eine dramatische Kostenexplosion suggerieren sollen. Im Gegensatz dazu setzen seriöse Prognosen die Pensionsausgaben immer in das Verhältnis zur Wirtschaftsleistung (BIP). Laut dem „Ageing Report“ der Europäischen Kommission steigen die Pensionsausgaben von 13,7% (2022) auf den Höchststand von 15,1% des BIP im Jahr 2031, sinken danach wieder und bleiben ab 2048 bis 2070 bei 14% des BIP. Die Pensionsausgaben sind demnach bewältigbar. Eine steigende Zahl an Pensionsbeziehern ist aus gesamtwirtschaftlicher Sicht nicht zwingend ein Problem, wenn gleichzeitig die Zahl der Beschäftigten steigt. Während im Jahr 2000 auf 1000 Versicherte noch 619 Pensionen kamen, waren es im Jahr 2024 nur noch 581 – ein Rückgang, der auf eine deutlich gestiegene Erwerbsbeteiligung zurückzuführen ist. Ein höheres Pensionsantrittsalter muss schließlich nicht zu geringeren staatlichen Ausgaben führen, würde aber jedenfalls indirekte Pensionskürzungen und steigende Arbeitslosigkeit bedeuten. Die aktuelle Regierung will anstelle einer Erhöhung des Antrittsalters die Beschäftigung der Älteren deutlich anheben. Ergänzt um verpflichtende Maßnahmen zum Erhalt der Arbeitsfähigkeit und um einen Pflichtbeitrag von Unternehmen, die sich weigern, Ältere anzustellen, hat dieser Maßnahmenmix viel Potenzial für einen nachhaltigen Effekt.
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