Das freie Wort

Preistreiberei

Die Manager der Energie- und Lebensmittelkonzerne sitzen zurzeit offenbar wie Dagobert Duck mit Eurozeichen in den Augen in ihren Büros und denken nur daran, wie sie den Österreichern noch mehr Geld aus den Taschen ziehen können. Wobei sie nicht bedenken, dass sie die gesamte österreichische Wirtschaft in den Abgrund ziehen. Denn es kann nicht sein, dass plötzlich in Österreich produzierte Lebensmittel wie Speiseöl und Teigwaren nicht erhältlich sind. Das lässt sich weder mit Lieferproblemen noch mit dem Ukrainekrieg begründen. Teigwaren aus Italien sowie Olivenöl ebenfalls aus Italien oder Griechenland sind sehr wohl erhältlich. Ebenso ist Obst wie Mangos, Bananen usw. aus aller Herren Länder sogar zum Aktionspreis erhältlich. Kommt das alles zu Fuß? Der steirische Apfel hingegen wird zum Apothekerpreis angeboten. Ich frage mich, in welchen Lagerhäusern sich also Speiseöl und Teigwaren türmen und auf Auslieferung warten. Eine Kontrolle wäre hier dringend nötig. So kann man Preise auch gestalten. Laut Chef der E-Control („Krone“-Bericht 13. 5.) ist es sehr wohl möglich, den Strompreis billiger weiterzugeben. Will man tatsächlich Österreichs Wirtschaft mit überhöhten Preisen kaputt machen?

Susanne Maier, Wien

Erschienen am Di, 17.5.2022

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