Das freie Wort

„Das Recht geht vom Volk aus!“

Diesen wichtigen Satz in der österreichischen Verfassung hat der legendäre „Krone“-Herausgeber Hans Dichand gerne zitiert, aber auch gelebt. Bruno Kreisky beschrieb Dichand aus diesem Grunde einmal folgendermaßen: „Er hat ein großes Fingerspitzengefühl für den Patriotismus der sog. kleinen Leute. So mancher Vollblut-Journalist übersieht oft, was die Menschen draußen wirklich bewegt.“ In vielen Zeitungen gibt es mehr oder weniger „Raum für Lesermeinungen“. Die größten Möglichkeiten dazu haben die Leser in der kleinformatigen „Krone“, der auflagenstärksten Tageszeitung Österreichs. Großformatige Zeitungen sind nicht immer intelligenter – auch wenn sie dies überheblicherweise von sich behaupten –, weil sie oft an den Bedürfnissen und Befindlichkeiten der Bevölkerung „vorbeischreiben“! Viele „Krone“-Leser schenken diesen Leserbriefseiten immer wieder ihre Aufmerksamkeit, das kann ich selbst auf Grund von Rückmeldungen auf meine Briefe bestätigen. Bleibt noch die Frage, warum lesen Politiker eigentlich keine Leserbriefe? Für Politiker sollten sie überhaupt zur Pflichtlektüre werden! Ein Beispiel aus der jüngsten Zeit: Wer gibt dem Bundeskanzler und dem Außenminister das Recht, im Namen der Österreicher die Neutralität für beendet zu erklären und ganz eindeutig „einseitig“ Partei zu ergreifen? Ich glaube, dass der Geschichte-Unterricht der beiden Herren vor dem Zweiten Weltkrieg geendet hat. Oder? Vielleicht haben sie aber auch nicht aufgepasst und haben schon damals unnötig „geschwätzt“. Die jüngsten Wortmeldungen zum Thema Neutralität waren eindeutig fehl am Platz! Die Beschreibung derartiger Fakten und Missstände in den Leserbriefen sollte den Politikern allmählich doch zu denken geben. Anscheinend sind unsere Politiker aber auf diesem Ohr taub oder derart abgehoben, sodass sie den Titel meines Briefes, „Das Recht geht vom Volke aus“, einfach ignorieren! Ach, ich habe vergessen, kritisieren dürfen ja nur Gutmenschen, weil nur ihre Meinung der politischen Korrektheit entspricht. „Geförderte“ Zeitungen helfen dann noch mit, den Weg dafür zu ebnen. Liebe Leser, die diversen Ungereimtheiten in der Politik muss man an die Öffentlichkeit bringen! Wenn es die Medien nicht tun, dürfen wir die Menschen mithilfe von „Leserbriefen“ in Zeitungen informieren. Wenn man hört oder liest, was sich in der letzten Zeit alles abgespielt hat, sei es rund um den Krieg, die Hintergründe des Krieges, die Sanktionen, die Flüchtlingshilfe usw., dann versteht man erst die Folgen des Krieges, wie z. B. Energiemangel, Nahrungsmittelengpässe u.v.m.! Ein anderes Problem ist die obligate Immigration, ohne die aktuellen Kriegsflüchtlinge, aber mit wesentlich schwerwiegenderen Folgen. Wie sagte A. Lincoln schon im 19. Jahrhundert sinngemäß: „Ihr werdet die Schwachen nicht stärken, wenn ihr die Starken schwächt. Ihr werdet den Armen nicht helfen, indem ihr die Reichen ausrottet. Ihr könnt Menschen nie auf Dauer helfen, wenn ihr für sie tut, was sie selber für sich tun sollten und könnten!“ Diese Weisheiten gelten auch heute noch!

Mag. Anton Bürger, per E-Mail

Erschienen am So, 20.3.2022

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