13.08.2003 10:17 |

Neue Entdeckung

Leben im All ist möglich!

Potsdamer Forscher haben bei einer unserer Nachbarsonnen im Sternbild Großer Wagen eine bewohnbare Zone identifiziert. Im Planetensystem von 47 Ursae Majoris könnte theoretisch Leben auf einer zweiten Erde sprießen, schreiben Prof. Siegfried Franck und Kollegen vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) gemeinsam mit US-Kollegen aus Texas im Fachblatt "Journal of Astrobiology".
Einen solchen Planeten selbst haben die Forscherin der gemäßigten Zone des 45 Lichtjahre entferntenSystems allerdings noch nicht entdeckt.
 
Das Planetensystem im Großen Wagen, der auchals Großer Bär (Ursa Major) bekannt ist, ähneltunserem von allen bisher bekannten fremden Systemen am meisten,wie das PIK am Dienstag mitteilte. Der Zentralstern ist von ähnlichemTyp wie unsere Sonne, und bislang sind bei ihm zwei mit Jupiterund Saturn vergleichbare Planeten bekannt. Solche Riesenplanetensind wichtig für die Entstehung von Leben, weil sie den innerenBereich des Planetensystems gegen zu häufige Asteroiden-oder Kometeneinschläge abschirmen.
 
In etwa 1,2-fachem Abstand Erde-Sonne herrschenbei unserem Nachbarstern nach Erkenntnis der Forscher Bedingungen,unter denen sich dauerhaftes Leben auf einem Erdzwilling entwickelnkönnte. Besonders groß wäre demnach die Möglichkeiteines bewohnbaren Planeten, wenn dieser wie die Erde zum großenTeil mit Wasser bedeckt wäre. Für den direkten Nachweiseines erdgroßen Planeten bei anderen Sternen sind die heutigenInstrumente allerdings noch nicht fein genug.
 
Der Sternentod geht um
All-Experten erforschen derzeit aber auch das andereEnde des Spektrums - nämlich den Sternentod. Und der dürftenach neuesten Erkenntnissen schon früher eintreten, als bislangangenommen. In fünf bis zehn Milliarden Jahren werden dieletzten Sonnen erloschen, damit alles Leben unmöglich sein.Ein schottisches Forscherteam der Universität Edinburgh hatherausgefunden, dass seit bereits geraumer Zeit Sonnen schnellersterben, als neue entstehen. Bis man auch auf der Erde überhauptetwas davon mitbekommt, wird noch geraume Zeit vergehen - nämlichmindestens eine Milliarde Jahre...
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