12.01.2008 19:30 |

Kunstbahnrodeln

Linger und Linger holen Silber

Österreichs Kunstbahnrodler haben am Samstag für einen tollen Auftakt der Europameisterschaften in Cesana gesorgt. Während Veronika Halder mit Bronze hinter den Deutschen Natalie Geisenberger und Silke Kraushaar-Pielach für die erste Damenmedaille bei Großveranstaltungen seit 1998 (EM-Silber durch Andrea Tagwerker) sorgte, mussten sich die Olympiasieger Andreas und Wolfgang Linger im Doppelsitzerbewerb nur den Lokalmatadoren Christian Oberstolz/Patrick Gruber geschlagen geben.

Die Tiroler waren mit zweimal drittbester Laufzeit gesamt um 159 Tausendstel langsamer als die Italiener Christian Oberstolz/Patrick Gruber. Die Bronze-Medaille ging mit jeweils 0,183 Rückstand an Patric Leitner/Alexander Resch (GER) und Gerhard Plankensteiner/Oswald Haselrieder (ITA).

Das Brüderpaar aus Absam war an der Stätte seines olympischen Triumphes nach dem ersten Lauf noch auf Rang drei gelegen. Ein in die Bahn hängender Schlauch sorgte bei den beiden für eine Schrecksekunde: "Das hat mich total aus dem Konzept gebracht, und wir haben uns oben auch entsprechend verfahren", erklärte Andreas Linger.

"Ich habe mich da nach dem ersten Lauf nur schwer beruhigen können, die Konzentration war nicht mehr hundertprozentig. So hatten wir im zweiten Lauf im Hochgeschwindigkeitsteil 17-18 auch noch einen Fehler, der uns sonst nie passiert. Unter diesen Umständen sind wir mit Silber sehr zufrieden."

Aus österreichischer Sicht überschattet wurde das Edelmetall aber vom schweren Sturz der Mitfavoriten Tobias und Markus Schiegl. Nach einem leichten Fahrfehler im Hochgeschwindigkeitsteil im untersten Bahnbereich kamen die Vizeweltmeister im gefürchteten Bereich Kurve 18-19 schwer zu Sturz. Beide zogen sich Prellungen und Abschürfungen zu, schwerere Verletzungen sind glücklicherweise nicht zu beklagen.

"An der Rodel sind jedoch schwere Schäden entstanden, da gibt es einiges zu tun", erklärte Chefcoach Rene Friedl. "Den beiden wird morgen wahrscheinlich jeder Knochen wehtun." Peter Penz und Georg Fischler, das dritte ÖRV-Doppel bei der EM, gab mit Rang sechs eine neuerliche Talentprobe ab. Friedl: "Die beiden haben sich achtbar geschlagen, es wäre sogar noch mehr möglich gewesen."

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