In Linzer Mietshaus

Silvester-Kracher lösten zwei Großfeuer aus

Alkohol und dazu offenbar eine gehörige Portion Dummheit lösten in Linz gleich zweimal Großfeuer in einem Mietshaus aus. Zwei Männer hatten laut ersten Ermittlungen mit Krachern in der Mansardenwohnung gespielt und sich mit brennenden Zigaretten beworfen. Etwa 50 Bewohner mussten vor den Flammen flüchten.
Nachts zum Samstag war die Polizei zum Haus Bauerstraße 9 gerufen worden, weil Schweizerkracher explodierten. Wenig später, um 2.41 Uhr, stand die Mansardenwohnung von Patrick (20) und Christoph (21) in Flammen. Das Duo konnte flüchten, wurde mit Rauchgasvergiftungen ins Spital gebracht. Aus diesem ließen sich beide auf Revers entlassen, und die Polizei fahndete nach ihnen. Nach einer ersten Evakuierung war das Feuer rasch gelöscht - aber offenbar hatte sich im Altbau ein Glutnest gehalten, das um halb sechs Uhr früh wieder aufloderte.


Die Mieter des Hauses und der angebauten Nebengebäude wurden von etwa 50 Feuerwehrleuten in Sicherheit gebracht und im nahen Seniorenheim Flötzerweg einquartiert. Das Rote Kreuz und der Samariterbund versorgten Ausgesiedelte und Helfer bei minus vier Grad mit Tee.


Immer wieder krachte es, weil die Burschen Böller in der Wohnung gelagert hatten, schließlich stürzte der Dachstuhl ein. Das Haus ist teils unbewohnbar. 6 Mieter können wegen Feuer- und Wasserschäden nicht zurück, bis auf einen kamen alle bei Bekannten unter.


Foto: Horst Einöder
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Donnerstag, 17. Juni 2021
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