26.12.2007 11:58 |

Jazz-Legende tot

Oscar Peterson 82-jährig in Toronto gestorben

Der legendäre kanadische Jazz-Pianist und Komponist Oscar Peterson ist tot. Er ist - wie erst heute bekannt wurde - am Sonntag im Alter von 82 Jahren in seinem Haus in einem Vorort von Toronto gestorben. Das meldeten der kanadische Fernseh-Sender CBC und Radio-Canada am Montag. Angaben zur Todesursache wurden zunächst nicht gemacht.

Peterson hatte 1993 einen Schlaganfall erlitten, von dem er sich jedoch wieder erholt hatte. In Österreich trat Peterson zuletzt im November 2003 auf - bei einem Konzert im Wiener Musikverein anlässlich der 175-Jahr-Feierlichkeiten der Wiener Klavierbaumanufaktur Bösendorfer.

Wollte eigentlich Trompeter werden
Peterson wurde am 15. August 1925 im kanadischen Montreal geboren. Zunächst wollte er Trompeter werden, musste aber nach einer Tuberkulose-Erkrankung auf das Piano umsatteln.

Seine Karriere als Berufsmusiker begann Peterson mit 17 Jahren. 1947 leitete er erstmals ein eigenes Trio. Der internationale Durchbruch kam zwei Jahre später, als Norman Granz ihn für die legendäre Konzertreihe "Jazz at the Philharmonic" in die Carnegie Hall nach New York einlud.

In den 50er Jahren gründete Peterson zwei weitere Trios. Diese gehörten zu den erfolgreichsten der Jazz-Geschichte. Peterson begleitete später auch zahlreiche andere Stars, darunter Louis Armstrong, Ella Fitzgerald, Dizzy Gillespie, Count Basie, Nat King Cole und Duke Ellington.

Mit insgesamt acht Grammys ausgezeichnet
In den 60er Jahren startete er zudem eine Solo-Karriere, die ihn weltberühmt machte. Achtmal wurde er mit Grammys ausgezeichnet, darunter 1997 für sein Lebenswerk. Mehr als ein Dutzend Universitäten verliehen ihm Ehrendoktor-Würden. Im Jahr 2000 wurde er zudem mit dem Musikpreis der UNESCO geehrt.

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