Mo, 24. September 2018

Reuige Rückkehr

01.09.2007 13:33

Flüchtiger Häftling stellte sich in Spielfeld

Jener 37-jähriger Mann, der am Donnerstag aus der Justizanstalt Graz-Karlau bei Außenarbeiten entwischt ist, hat sich gestellt. Der Häftling meldete sich am Samstag telefonisch vom südsteirischen Grenzbahnhof bei der Justizanstalt und sagte, er wolle aufgeben. Der Mann war in Begleitung seiner Mutter, die ihn wohl überredet haben dürfte, wieder in die Haftanstalt zurück zu gehen.

Gegen 10.50 Uhr hatte sich der entflohene Häftling gemeldet und gefragt, ob er gleich selbst mit dem Zug nach Graz zurück kommen solle. Er wurde dann von Beamten der Polizeiinspektion Spielfeld abgeholt und nach Graz zurückgebracht. Der Mann war laut Justizanstalt in Begleitung seiner Mutter, die aus dem Großraum Wien zu ihrem Sohn gekommen war. "Sie hat ihm noch ein Essen gezahlt, bevor er sich stellte", so der Beamte. Der 37-Jährige dürfte in der Zwischenzeit keine Straftat begangen haben und habe einen gefestigten Eindruck gemacht, hieß es. Weiteres würden die Einvernahmen über das Wochenende ergeben.

Bei Außenarbeiten entwischt
Der Mann hatte am Donnerstag mit zwei weiteren Insassen und einem Justizbeamten in einem Haus außerhalb der Gefängnismauern, aber am Anstaltsareal gearbeitet. Als die Männer gegen 12.50 Uhr das Haus verließen, war der 37-Jährige plötzlich verschwunden. Der Häftling hatte wegen Raubes und versuchten Mordes seit 1997 eine zwölfjährige Haftstrafe zu verbüßen - zwei Jahre hätte er noch "absitzen" müssen.

Laut Anstaltsdirektor Franz Hochstrasser hatte es zuvor mit dem Mann noch nie Probleme gegeben. "Es muss eine Kurzschlusshandlung gewesen sein, einige Tage vorher hatte er einen epileptischen Anfall". Seit Mai wären die Entlassungsvorbereitungen gelaufen. Da man bei dem Häftling von keiner besonderen Gefährlichkeit ausgegangen war, hatte es auch Lockerungen im Strafvollzug für ihn gegeben. Hochstrasser hatte gleich nach dem "Ausflug" des Mannes gemeint, er hoffe, dass dieser vielleicht von alleine wiederkomme.

 

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