19.07.2007 13:52 |

Androsch vs BZÖ

Androsch hält an "Schlägertruppe" fest

Mit der Begründung, das könne man "mit dieser Schlägertruppe rund um Peter Westenthaler nicht machen", hatte Hannes Androsch nach den vergangenen Nationalratswahlen die SPÖ vor Koalitionsgesprächen mit dem BZÖ gewarnt. Orange Spitzenpolitiker hatten daraufhin wegen übler Nachrede geklagt. Am Donnerstag hat Androsch seine Aussage im Wiener Landesgericht verteidigt.

Androsch betonte, das Statement im Hinblick auf die so genannte Prügelaffäre - Westenthalers Leibwächter hatte den Sprecher der damaligen, unmittelbar vor den Wahlen aus dem BZÖ ausgetretenen Justizministerin Gastinger attackiert - abgegeben zu haben: "Das war eine Einschätzung, die ich vorgenommen hab', ohne konkrete Personen zu nennen." Handgreiflichkeiten "im physischen Umfeld des Herrn Westenthal" (gemeint war offensichtlich Peter Westenthaler, Anm.) seien jedoch ein Faktum: "G'schlag'n is ja worden! Leibwächter san ja kein Männergesangsverein."

Er verstehe die Aufregung beim BZÖ nicht, zumal er "den Haider 20 Jahre vor Ausgrenzung in Schutz genommen" habe, so Androsch. "Wenn man sich da betroffen fühlt, kann sich der Heilige Vater auch betroffen fühlen. Der hat auch Leibwächter. Aber da gibt's ja wenigstens einen Grund", witzelte er. Einige der Kläger kenne er gar nicht.

Er habe nicht die Absicht gehabt, diesen nahe zu treten, betonte Androsch. Er zeigte sich daher grundsätzlich zu einer Art "Ehrenerklärung" bereit, "aber zahlen kommt für mich nicht in Frage. Ich sehe diese Klagen als mutwillig an." Allenfalls sei er zu einer Entschädigung von 1.000 Euro bereit - aber nicht zu Gunsten der BZÖ-Funktionäre, sondern "für die Johanniter". "1.000 Euro sind ausgesprochen knausrig für einen Multimillionär", stellte darauf Michael Rami, der Anwalt der sechs Kläger, fest.

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