05.07.2007 14:21 |

Riesiger Kadaver

Toter Pottwal in der Elbe gefunden

Ein rund acht Meter langer Pottwal ist in Hamburg tot in der Elbe entdeckt worden. Der Riesenkadaver musste mit einer Barkasse zur Wasserschutzpolizei geschleppt werden. Laut Greenpeace verirren sich immer wieder kleine Schweinswale in die Elbe, doch ein Koloss wie ein Pottwal sei eher selten.

Der Wal dürfte verendet sein, weil er mit einem Schiff kollidiert und auf die Bugnase geraten ist. "Farbreste an dem Kadaver deuten darauf hin, dass das Tier dort liegen blieb und die Elbe heruntergeschleppt wurde", sagte Meeresbiologe Thilo Maack. Die Bugnase ist ein wulstförmiger Vorbau am Schiffsrumpf. Sie erhöht durch ihr Volumen den Auftrieb des Schiffes.

Erste Pottwal-Strandung in der Elbe
Nach Angaben der Umweltstiftung WWF passiert es ausgesprochen selten, dass ein so großer Wal in die Elbe gelangt. Der Wal habe sich vermutlich doppelt verirrt, sagte ein Sprecher. "Zum einen ist er offenbar aus dem Atlantik in die Nordsee geraten und von dort in die Elbe."

Häufig verirren sich große Wale durch Lärmbelästigungen, die in den Meeren durch Bohrungen oder große Schiffe ausgelöst werden. Pottwal-Strandungen in der Elbe waren bisher nicht bekannt.

Kleine Wale verirren sich öfter
Kleinere, etwa 1,50 Meter lange Schweinswale, verirrten sich dagegen häufiger. Ein ähnlich großer Wal wie der Pottwal war zuletzt im Oktober 2003 im Hamburger Hafen geborgen worden. Der zwölf Meter lange und 13,6 Tonnen schwere Finnwal war damals an den Verletzungen durch eine Schiffsschraube gestorben.

Bilder des Wal-Kadavers in der Elbe gibt es in der Infobox.