19.02.2007 16:15 |

Engpass droht

Rotes Kreuz mahnt: Es gibt zu wenig Blutspender!

Das Österreichische Rote Kreuz (ÖRK) schlägt Alarm. Die Zahl der Blutspender ist in Wien, Niederösterreich und dem Burgenland seit 2004 um sechs Prozent zurückgegangen. Die Zahl der Erstspender seit 2000 um 35 Prozent, von 17.000 auf 10.000, sagte der Stellvertretende ÖRK-Generalsekretär Werner Kerschbaum am Montag in Wien. Eine Werbekampagne soll jetzt langfristig Engpässen vorbeugen helfen.

Jährlich werden in Österreich rund 500.000 Blutspenden gebraucht. Aber nur 3,8 Prozent der Österreicher spenden regelmäßig Blut. Mit dem demografischen Wandel und den geltenden Altersgrenzen für Erstspender von 60 und Mehrfachspender von 65 Jahren stößt das System an seine Grenzen. Es fehlt speziell an jungen Menschen, die nachfolgen.

Zahl der Blutspender sinkt
Die statistischen Zahlen verdeutlichen das: In Wien spendeten im Jahr 2004 exakt 2,1 Prozent der Bevölkerung Blut. Im Jahr 2006 waren es 2,2 Prozent. Damit wäre der Bedarf in der Bundeshauptstadt aber nicht zu decken. Deshalb kommt es für das Aufkommen an "Lebenssaft" auf Niederösterreich und das Burgenland an - doch auch dort sinkt die Zahl deutlich.

Bei pro Tag von der Zentrale für Wien, Niederösterreich und das Burgenland bereitgestellten rund 500 bis 600 Konserven von roten Blutkörperchen und einer maximalen Lagerfähigkeit von 42 Tagen will man den Bedarf von zehn bis zwölf Tagen auf Lager haben. Der ÖRK- Funktionär: "Im vergangenen Juli hatten wir einen extremen Engpass. Anstatt 7.000 bis 8.000 Blutkonserven auf Lager hatten wir nur noch 1.000."

Deshalb startet das Rote Kreuz jetzt unter dem Titel "Blutspenden bringt's" eine neue Werbekampagne, bei der speziell junge Menschen angeworben werden sollen. Unterstützung gibt es dabei von einer ganzen Reihe von Promis, u.a. von Toni Polster und dem ORF-Moderator Wolfram Pirchner.

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