29.01.2007 16:20 |

Skiunfälle

Zwei Männer bei Lawinenabgängen verletzt

Ein US-amerikanischer Skifahrer ist am Sonntag in Tirol 280 Meter von einer Lawine mitgerissen worden. Der Mann ist wie durch ein Wunder mit einem Bänderris am Sprunggelenk davongekommen. Ein Schutzengerl hatte auch ein Oberösterreicher dabei, den ein Schneebrett in Salzburg rund 30 Meter mitriss. Der Mann hat Prellungen am linken Oberschenkel erlitten.

Der Mann aus Übersee war gemeinsam mit seinem Bruder und einem Skilehrer im freien Gelände im Bereich von Mattun am Kapall bei St. Anton am Arlberg (Bezirk Landeck) unterwegs. Gegen 11.20 Uhr fuhr die Gruppe in die Rinne ein. Zeugen beobachteten einen weiteren Skifahrer, der oberhalb der drei Männer im Bereich des Lawinenabrisses ebenfalls in die Rinne einfuhr und dadurch für den Abgang der Lawine mitverantwortlich war. Der vierte Skifahrer hat bei der Bergung geholfen, als die Polizei die Daten aufnehmen wollte, fuhr er allerdings davon.

Bei dem Verletzten im Lessachtal im salzburgerischen Lungau handelt es sich um einen 52-jährigen Mann aus Linz. "Er wurde von der Lawine 20 bis 30 Meter mitgerissen, konnten sich aber an der Oberfläche halten", schilderte die Polizei. Der Oberösterreicher hatte sich lediglich Prellungen am linken Oberschenkel zugezogen.

Auch auf dem Zwölferkogel in Saalbach-Hinterglemm (Pinzgau) sind laut ORF-Radio Salzburg gegen Mittag mehrere Schneebretter abgegangen. Die Schneemassen hatten sich abseits der Pisten gelöst. Verletzt wurde niemand, hieß es. Die Lawinengefahr war am Sonntag im ganzen Bundesland Salzburg erheblich (Stufe drei auf der fünfteiligen Skala).

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