24.01.2007 13:28 |

Verlaufen

Verirrter Urlauber in New York beinahe verdurstet

Den Besuch bei seinem Bruder in New York hätte der 32-jährige Damon Mootoo aus Guyana, Südamerika, beinahe mit dem Leben bezahlt. Bei einem kurzen Spaziergang hatte sich der junge Mann verlaufen und war fast fünf Tage durch New York geirrt, bevor ein Samariter den halb verdursteten Urlauber rettete. Während der ganzen Zeit hatte sich Mootoo nicht getraut, nach dem Weg zu fragen oder um Nahrung und Wasser zu bitten, weil er „schon so viele schlimme Dinge über New York gehört hatte“.

In New Yorks größtem Stadtteil Queens wurde Mootoo am Mittwochvormittag zum letzten Mal vor seinem tragischen Spaziergang gesehen. Er war erst vor 12 Stunden in New York angekommen und wollte gleich die Stadt erkunden. Der schüchterne Südamerikaner verlief sich aber in den engen Straßen von Queens, dessen berühmteste Bürger 50 Cent, LL Cool J oder auch Ja Rule heißen, und sollte ganze fünf Tage nicht mehr nach Hause finden.

Sonntag erblickte den „Daily News“ zufolge ein Samariter den bereits arg verwahrlosten 32-Jährigen und nahm ihn bei sich zu Hause auf. „Als ich ihn sah, war er nur mehr am Weinen“, sagte der hilfsbereite Mann. Mootoo hatte sich nicht getraut, jemandem nach den Weg zu fragen, weil er „schon so viele schlimme Dinge über New York gehört hat“.

Geschlafen hatte er abwechselnd in einem abgestellten Autowrack und unter den Vordächern versperrter Hintereingänge. Sein Urlaub war für den schüchternen Südamerikaner zum Albtraum geworden. „Ich will nur mehr nach Hause, nach Guyana“, erzählte er den „Daily News.“

Sonntag, 13. Juni 2021
Wetter Symbol