18.01.2007 13:01 |

Bluterguss am Knie

Schönfelder kann in Val d'Isere nicht starten

Seine Leistenprobleme, aufgetreten zu Saisonbeginn, sind nach wie vor nicht beseitigt. Ebenso die neuronalen Nachwirkungen seines Trainingssturzes zu Jahresbeginn. Und auch der bei einem neuerlichen Sturz in Wengen entstandene Bluterguss am Knie (Foto) bringt für sich schon eine Zwangspause mit sich - Rainer Schönfelder muss auf dringenden Rat seiner Ärzte und Therapeuten die Super-Kombi von Val d'Isere auslassen, die nächsten Tage stehen im Zeichen intensiver Therapie, erst dann ist wieder an ein "Slalomtraining light" zu denken.

Wehleidigkeit kann man Rainer Schönfelder nicht vorwerfen. Und das Wort "Super-Kombination" bezieht sich bei ihm in diesem Winter leider auf eine höchst unangenehme Konfiguration an Blessuren. die jetzt eine Zwangspause erforderlich machen. Rainer Schönfelder: "Ich bin keiner, der leichtfertig in Krankenstand geht und es ist mir schon oft gelungen, trotz gesundheitlicher Probleme Top-Leistungen abzurufen - ich muss mir aber selber eingestehen: Das funktioniert diesmal nicht!"

Schönfelders Krankengeschichte
Bei den Riesentorlauf-Zeitläufen vor Saisonbeginn traten erstmals Schmerzen in der Leistengegend auf - die Schmerzen plagen ihn bis heute, vermutliche Ursache eine anatomische Dysbalance im Hüftbereich. "Das für sich alleine habe ich relativ schnell im Griff gehabt, solche Dinge treten einfach manchmal auf und man muss schauen, dass man ihnen  nicht zu viel Aufmerksamkeit gibt, da bin ich ja nicht der einzige, der seinen Job trotz Schmerzen macht", sagt Schönfelder.

Dann kam der Trainingssturz auf der Turracher Höhe zu Jahresbeginn: "Ich hab so einen argen Abflug noch nie erlebt." In Wengen war Schönfelder bereits am Überlegen, abzureisen, ehe eine physiotherapeutische Behandlung eine erhebliche Besserung brachte (und als Konsequenz die Einlösung einer internen Wette am Lauberhorn). "Und leider hab ich am nächsten Tag eine 'Monsterbrezn' im Slalomtraining gerissen, dass der Ski fünf Mal gebrochen ist und die Bindungsplatte verbogen war - und da hab ich den Bluterguss im Knie ausgefasst. Das schaut ärger aus, als es ist, immerhin bin ich mit dem Knie noch die Super-Kombi in Wengen gefahren, aber pausieren muss ich damit trotzdem", erklärt Schönfelder.

Plan B tritt in Kraft
"Ich habe die nächsten Tage einen sehr dichten Therapieplan. Sobald es geht, möchte ich wieder mit behutsamem Slalomtraining beginnen und mich auf Kitzbühel vorbereiten. Wo und ab wann, das ist - nicht zuletzt aufgrund der Wettersituation - noch unklar."

Bild (c) Schönfelder_Media 2007

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