13.12.2017 13:05 |

Zwei Theorien

Wie kam es tatsächlich zur Horror-Explosion?

Nach der gewaltigen Explosion in der Erdgasstation Baumgarten der Gas Connect Austria (GCA) - ein 32-jähriger TÜV-Mitarbeiter starb, 21 Menschen wurden verletzt - gehen Experten derzeit von zwei möglichen Theorien aus. Vermutet wird, dass es bei einem neuen Anlagebehälter während einer TÜV-Kontrolle zur Verpuffung kam und die Detonation dadurch ausgelöst wurde. Doch auch ein technisches Gebrechen wird derzeit nicht ausgeschlossen.

Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren. Forensische Sachverständige seien ebenso an der Arbeit wie Vertreter von Versicherungen und "Experten aus den eigenen Reihen", hieß es. Nicht ausschließen wollte GCA-Sprecher Armin Teichert am Mittwoch, dass es zur Klärung der Ursache der Explosion auch eines metallurgischen Gutachtens bedürfen könnte.

Verpuffung bei neuem Anlagebehälter?
Als ein Auslöser für das dramatische Unglück wird derzeit eine Verpuffung bei einem neuen Anlagebehälter, der am Montag in Betrieb genommen und mit sechs Bar Druck begast worden war, vermutet. Nachdem am Dienstag kein Druckverlust bemerkbar gewesen sei, sollte der Anlagenteil im Bereich der Filterseparation in Vollbetrieb genommen werden und zuvor von einem TÜV-Mitarbeiter überprüft werden. In diesem Bereich sei es laut Teichert während der Abnahme zu dem Unfall gekommen. Zudem habe es eine "enorme Hitzeentwicklung" gegeben, durch die selbst Autos auf dem Parkplatz geschmolzen sind.

Auch technisches Gebrechen möglich
Als zweite mögliche Unglücksursache könne laut GCA aber auch ein technisches Gebrechen in der Gasstation verantwortlich sein. Ein terroristischer Hintergrund wird vom Bundesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung jedenfalls ausgeschlossen.

Wie lange die Untersuchungen zur Ursache der Explosion dauern werden, sei noch offen, so Teichert. Auch zur Höhe des Sachschadens könnten noch keine Angaben gemacht werden.

Bei dem verunglückten TÜV-Mitarbeiter handle es sich laut einer Aussendung der GCA um einen 32-Jährigen aus dem Bezirk Korneuburg. Die bei dem Unfall Verletzten seien "mittlerweile fast alle aus dem Spital entlassen". Ein Mann, der von "Christophorus 9" ins AKH Wien geflogen wurde, ist nach Polizeiangaben 29 Jahre alt. Bei ihm handelt es sich um einen österreichischen Staatsbürger.

Video: So erlebten Augenzeugen das Feuerinferno

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