Tierquälerei?

Treibjagden in Kärnten sorgen für Ärger

Zwei Treibjagden, die in den vergangenen Wochen in einem Jagdgebiet der Österreichischen Bundesforste bei Sachsenburg abgehalten wurden, stoßen Oberkärntens Weidmännern sauer auf. Der Vorwurf: Zu viele Tiere seien erlegt und teils zu Tode gehetzt worden. Die Jägerschaft konnte jedoch keine Verfehlung feststellen.

Konkret geht es um zwei Treibjagden im Jagdrevier Bärnbad der Österreichischen Bundesforste, gegen die jetzt gleich mehrere Spittaler Jagdgesellschaften Vorwürfe erheben. "Die erste Jagd wurde am 18. 11. und die zweite am vergangenen Samstag organisiert. Bereits im November haben wir beobachtet, wie das Wild von rund 30 Hunden bei teilweise hoher Schneelage stundenlang gehetzt wurde. Dabei wurden auch Jagdgrenzen überschritten", kritisiert Josef Lassnig von einer der angrenzenden Gemeindejagden.

"So eine Vorgehensweise dulden wir nicht"
"Im November wurden 19 Stück Kahlwild und Samstag 16 Hirsche sowie sechs Stück Kahlwild und vier Rehe erlegt. So eine Vorgehensweise dulden wir nicht. Hier sollten Schritte eingeleitet werden." Zwei Tage nach der Jagd wurde laut Lassnig noch ein angeschossener Hirsch entdeckt - verendet im Weidezaun.

Wo bleiben Jagdethik und Respekt vor dem Wild?
Laut Bezirksjägermeister Franz Kohlmayer, der diese Bewegungsjagden auch genehmigt hat, gibt es rechtlich keine Bedenken: "Alle vorhandenen Abschusspläne und Richtlinien wurden berücksichtigt." Rechtlich mag es zwar stimmen, doch für viele Weidmänner, wie auch Hans Obertaxer, haben derartige Aktionen nichts mit Jagdethik und Respekt vor dem Wild zu tun.

Alexander Schwab, Kronen Zeitung

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