Fr, 14. Dezember 2018

Wahl Extra

26.11.2017 21:42

Der Abstand beträgt nur 3 Prozent!

Salzburgs Wähler machen es spannend: Keiner der sechs Bürgermeister-Kandidaten konnte am Sonntag die absolute Mehrheit holen, so dass in zwei Wochen eine Stichwahl die Entscheidung bringen muss. Es zeichnet sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Harald Preuner (ÖVP) und Bernhard Auinger (SPÖ) ab.

Früher als erwartet trudelten am Sonntagabend die ersten Ergebnisse der Bürgermeister-Direktwahl ein. Grund dafür dürfte die überschaubare Wahlbeteiligung sein. Nur 43,8 Prozent der rund 113.000 stimmberechtigten Stadtbewohner machten auch tatsächlich von ihrem Stimmrecht gebrauch. Das ist zwar enttäuschend, aber immerhin ein Plus im Vergleich zur Stichwahl im März 2014 (31 %).

Schwarz-Rotes Duell in am 10. Dezember

Weil keiner der sechs Kandidaten auf Anhieb mehr als 50 Prozent der Wähler überzeugen konnte, duellieren sich am 10. Dezember Schwarz und Rot um die Wählergunst: Mit 35,01 Prozent (17.254 Stimmen) überquerte am Sonntag ÖVP-Kandidat und Vizebürgermeister Harald Preuner als Erster die Ziellinie, dicht gefolgt von SPÖ-Kandidat Bernhard Auinger, der mit 31,88 Prozent (15.709) viele Erwartungen übertroffen hat. Bis vor Kurzem war nämlich noch den wenigsten Salzburgern sein Name auch ein Begriff. Ein Unterschied von nur 1.545 Stimmen.

Dritter wurde das Bürgerlisten-Urgestein Johann Padutsch mit 11,84 Prozent (5.837), dicht gefolgt von Barbara Unterkofler von den NEOS, die als einzige weibliche Kandidatin mit 11,14 Prozent (5.488) auch ein durchaus respektables Ergebnis erzielen konnte.

Chancenlos hingegen FPÖ-Kandidat Andi Reindl, der mit 6,95 Prozent der Stimmen (3.424) im einstelligen Prozentbereich geblieben ist sowie SALZ-Einzelkämpfer Christoph Ferch, der mit 3,18 Prozent (1.569) den letzten Platz belegte.

Entscheidend wird daher sein, ob die Beteiligung in der Stichwahl zunimmt und wie sich die grün, pink und blau Wähler verhalten.

Padutsch stellt sich jetzt hinter SPÖ-Auinger

Als Erster positionierte sich Padutsch: "Wenn wir eine Empfehlung abgeben, dann nur geschlossen als Bürgerliste. Ich persönlich werde Bernhard Auinger wählen, weil er für einen modernen Kurs steht und ich mir keine Law-and-Order Politik für Salzburg wünsche." Unterkofler, Ferch und Reindl wollten sich hingegen nicht festlegen.

Auinger war es auch, der sich als Erster aus der Deckung wagte. Er erklärte bereits kurz nach der Verkündung des vorläufigen Wahlergebnisses, dass er den Wählern der unterlegenen Kandidaten die Hand reichen wolle: "Ich wäre ein zukunftsorientierter Bürgermeister und habe für sie das bessere Angebot."

Preuner, der nach dem Rücktritt von Langzeitbürgermeister Heinz Schaden im September dessen Agenden übernommen hatte und daher mit kleinem Amtsbonus in das Rennen starten konnte, zeigte sich "sehr erfreut" über sein Abschneiden. "Es war mein Wunsch, Erster zu werden." Er verwies darauf, dass er in SP-Hochburgen wie Lehen und Taxham zulegen konnte. 2014 unterlag er Schaden in der Stichwahl deutlich mit 31 Prozent.

Anna Dobler, Kronen Zeitung

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