Fr, 19. Oktober 2018

"Krone"-Sport Gala

16.11.2017 12:59

Norbert Schneider kaufte Gitarre auf Raten

Mit großem Respekt und Demut interpretierte Norbert Schneider (38) Songs wie "Ruaf Mi Ned Au" der verstorbenen Austropop-Lichtgestalt Georg Danzer neu. Er verdankt dem Album "Neuaufnahme" nicht nur einen richtigen Karriereschub, sondern erhielt dafür Gold. Bei der "Krone"-Sport Gala am 25. November im Linzer Design Center steht er damit auf der Bühne. Im Interview mit der "Krone" vorab plaudert der Sänger auch über seinen Spitznamen "Sampi" und warum er für die Musik einst die Schule schmiss...

"Krone": Wie kam es zur Annäherung an den großen Georg Danzer?
Norbert Schneider: Blacky Schwarz, sein ehemalige Manager und jetzige Nachlassverwalter, suchte nach einem Künstler, der seine Songs bewusst neu interpretiert und nicht nachspielt - und kam mit dieser Idee damals eben zu mir.

"Krone": Ihr erster Gedanke?
Norbert Schneider: Das greife ich nicht an! Georg Danzer ist in der österreichischen Musik eine Lichtgestalt, ein Säulenheiliger, mit dessen Liedern viele Menschen emotional ganz eng verbunden sind. Es existiert praktisch für jede Gemütslage ein Song.

"Krone": Aber trotzdem haben Sie sich dann darauf eingelassen.
Norbert Schneider: Erst, nachdem ich angeschoben wurde, habe ich meinen Lieblingssong "Ruaf Mi Ned Au" hergenommen und spielerisch probiert. Ich hab’ gewusst, da kann etwas Gescheites rauskommen.


"Krone": Und es wurde sehr erfolgreich. Für das Album "Neuaufnahme" gab’s sogar Gold.
Norbert Schneider: Die letzen eineinhalb Jahre waren dank dem Danzer-Album in puncto Karriere grandios. Zuvor war es undenkbar, dass ich ausverkaufte Konzerte in größeren Hallen spiele, im Fernsehen bei der "Starnacht" auftrete oder im ORF zu "Dancing Stars" eingeladen werde.

"Krone": Das heißt, bei der "Krone"-Sport Gala am 25. November in Linz könnten Sie nicht nur singen, sondern auch einen perfekten Walzer hinlegen?
Norbert Schneider: Das mit dem Tanzen lassen wir lieber sein, ich komme lieber nur zum Singen.


"Krone": Nicht fehlen darf dabei Ihre Gitarre. So weit ich informiert bin, ein besonderes Stück?
Norbert Schneider: Eine Guild 1953, die ich online entdeckt und in die ich mich sofort verliebt habe. Nur leisten konnte ich sie mir damals nicht, hab’ sie daher auf Raten gekauft. Mittlerweile ist sie abbezahlt und gehört ganz mir (lacht).

"Krone": Wie kamen Sie zur Musik?
Norbert Schneider: Ich komme aus einem sehr musikalischen Haus. Meine Eltern wollten selbst beide ein Instrument lernen, das war bei ihnen aber finanziell nicht drinnen. Daher haben sie es uns fünf Kindern ermöglicht. Bei mir war es zuerst Geige, danach erst Gitarre. Für die Musik habe ich die Schule abgebrochen.


"Krone": Hört sich an, als wären Sie ein Revoluzzer gewesen.
Norbert Schneider: Ich wäre eigentlich Kindergärtner geworden. In der Schule hatte ich aber einen tollen Musiklehrer, der mich gefördert hat. Ausschlaggebend war für mich das Schuljubiläum, bei dem ich mit einer Band zwei Lieder der Red Hot Chili Peppers spielte. Von da an war klar, das und nichts anderes will ich in meinem Leben machen. Ich lebe bis heute meinen Traum, wer kann das schon von sich behaupten?

"Krone": Verraten Sie mir, wie Sie zu Ihrem eher ungewöhnlichen Spitznamen "Sampi" kamen?
Norbert Schneider: So nennt mich meine Familie. Als kleines Kind habe ich mit einem Wackelhund aus Holz gespielt, der Sampi hieß, daher haben mich meine Brüder so gerufen, und ist mir bis heute geblieben. Lange wurde ich auch langes "Ölend" genannt.

Krone: Das liegt bei Ihrer Körpergröße fast auf der Hand.
Norbert Schneider: Da kam aus meiner Tenniszeit, ich war darin talentiert und wurde von einigen älteren Herren so genannt.


"Krone": Wie sportlich ist Norbert Schneider eigentlich heute?
Norbert Schneider: Sport hat immer eine Rolle gespielt. Außer, als ich zu musizieren begann, da bin ich außer Form geraten und hab’ 110 Kilo gehabt. Das war heftig, nach ein paar Jahren ist der Funke wieder übergesprungen. Jetzt spiele ich begeistert und oft Tischtennis - früher habe ich das immer belächelt. Mittlerweile weiß ich, dass das ein faszinierender Sport ist.

Andi Schwantner, Kronen Zeitung

Hier gibt´s alle Ticket- und Programminfos zur "Krone"-Sport Gala am 25. November im Linzer Design Center.

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