Sa, 15. Dezember 2018

"Schwarze Witwe"

07.11.2017 06:41

Dreifachmord: Todesurteil für 70-Jährige in Japan

In Japan ist eine 70-jährige Frau wegen dreifachen Mordes zum Tode verurteilt worden. Ein Gericht in Kyoto sprach die einstige Millionärin Chisako Kakehi am Dienstag schuldig, drei Männer, unter ihnen ihren Ehemann, ermordet zu haben. Ihr wird zudem ein Mordversuch zur Last gelegt. Der Prozess hat in Japan großes Aufsehen erregt.

In Anlehnung an die Spinne, die nach der Paarung ihren männlichen Partner auffrisst, wird Kakehi in japanischen Medien als "Schwarze Witwe" bezeichnet. Der Anklage zufolge tötete Kakehi ihre Opfer, um an deren Vermögen zu kommen.

7,7 Millionen Euro nach Morden geerbt
Einige ihrer Lebenspartner hatte sie über ein Datingportal, bei dem sie gezielt nach wohlhabenden und kinderlosen Männern suchte, kennengelernt. Bevor sie die Männer mit dem Gift Zyanid tötete, ließ sie sich deren Lebensversicherungen überschreiben. Auf diese Weise soll sie über zehn Jahre umgerechnet 7,7 Millionen Euro kassiert haben.

Nach ihrer Festnahme beteuerte die Mehrfach-Witwe zunächst ihre Unschuld, sie sei schlichtweg "vom Schicksal verfolgt". Beim Prozessauftakt im Juni äußerte sie sich nicht. Später gestand sie dann überraschend, 2013 ihren vierten Ehemann getötet zu haben. Ihre Verteidigung hatte wegen erster Anzeichen von Demenz auf mildernde Umstände plädiert.

Große Mehrheit der Japaner für Todesstrafe
Japan ist neben den USA das einzige große Industrieland, das noch die Todesstrafe vollstreckt. Trotz Protesten der EU-Staaten und von Menschenrechtsgruppen unterstützt die große Mehrheit der Japaner die Todesstrafe. Gegner der Todesstrafe kritisieren, dass Todeskandidaten in Japan oft jahrelang in Einzelhaft auf ihre Hinrichtung warten, deren Zeitpunkt ihnen dann nur wenige Stunden vorher angekündigt wird.

 krone.at
krone.at

Kommentare

Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Aktuelle Schlagzeilen
„Lektion für die Welt“
Erstmals Transfrau Kandidatin bei Miss Universe
Welt
Bestürzung nach Tat
Die Hintergründe der Adelstragödie
Niederösterreich
Jetzt spricht Tochter
Hundertwasser: Der Krimi um das dunkelbunte Erbe
Österreich
Verschärfte Sex-Regeln
Facebook verbietet Usern sexuelle Andeutungen
Digital
Genuss ohne Reue
Herzgesundes Weihnachtsmenü
Gesund & Fit
Geheimdienst-Hinweise
„Schattenarmee“: Auch Österreicher beteiligt
Österreich
Schlüpfriger Rückblick
Kim Kardashians schärfste Nackt-Momente des Jahres
Video Stars & Society
Zehner-Meisterschaften
Formatänderung der Regionalliga West beschlossen!
Fußball National
0:2 gegen Wolfsburg
Nürnberg verliert wieder, Margreitter spielt durch
Fußball International
Adler disqualifiziert
Stefan Kraft Zweiter der Engelberg-Qualifikation!
Wintersport
„Dunkelrote“ Karte
Quaresma rastet nach Katz-und-Maus-Spiel aus!
Fußball International
Zeugnis für Österreich
EU-Vorsitz: Großes Lob aus Brüssel, Kritik von SPÖ
Österreich
U-Haft verhängt
Terrorverdacht: Geprügelte Frau verpfeift Gatten
Niederösterreich

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.