Rätsel um Einbruch

Heiße Spur in Stiwoll: Stahl Friedrich F. Vorräte?

Österreich
06.11.2017 11:13

Acht Tage nach den tödlichen Schüssen im steirischen Stiwoll sind die Ermittler am Montag einer heißen Spur nachgegangen. Am Wochenende wurde in den Keller eines landwirtschaftlichen Wohnhauses unweit des Tatorts eingebrochen. "Aus einer darin abgestellten Kühltruhe könnten Lebensmittel gestohlen worden sein", bestätigte Polizeisprecher Jürgen Haas. Seither wird im Umkreis wieder verstärkt gesucht.

Wie krone.at berichtete, gibt es für Friedrich F. fünf Exit-Szenarien. Nun deutet vieles auf "Option 1: Versteck" hin. Er könnte sich also tatsächlich an einem unbekannten Ort in oder um Stiwoll versteckt halten, wo seine Vorräte langsam aber sicher zur Neige gehen.

Rätselhafter Einbruch
Und nun das: Am Samstagabend war ein bisher unbekannter Täter in den Keller in Tatortnähe eingebrochen. Der Eigentümerin war das rasch aufgefallen, denn ihre Schafe waren unruhig geworden. Vom Einbrecher war jedoch nichts mehr zu sehen. Ob er tatsächlich etwas gestohlen hat, ist noch unklar. Die Ermittler schließen jedenfalls nicht aus, dass es sich beim Eindringling um den gesuchten 66-jährigen Friedrich F. handelte.

(Bild: Sepp Pail)

"Witterung hilft" bei Fahndung
Der mutmaßliche Schütze ist nach wie vor auf der Flucht. "Die Witterung hilft uns nun, denn sie spielt eine große Rolle", sagte Haas. In der Nacht auf Montag hatte Regen eingesetzt und die Temperaturen fielen deutlich. Bisher war das Wetter relativ mild gewesen. Die feuchte Kälte dürfte dem flüchtigen Verdächtigen mehr zu schaffen machen, hoffen die Ermittler.

(Bild: Sepp Pail)

Am Montag wurde nach einer Woche Pause der Schul- und Kindergartenbetrieb in Stiwoll wieder aufgenommen. Sowohl die Gebäude als auch der Schulweg wurden von Polizisten bewacht. Haas bestätigte indessen auch jenen "Krone"-Bericht, wonach sich die Frau des gesuchten Verdächtigen in ärztliche Betreuung begeben hat.

(Bild: Sepp Pail)

Doppelmord an Nachbarn
Der 66-jährige amtsbekannte Mann ist dringend verdächtig, am 29. Oktober mit einem nicht registrierten Kleinkalibergewehr auf drei seiner Nachbarn geschossen zu haben. Zwei von ihnen, ein 64-jähriger Mann und eine 55-jährige Frau, starben, eine 68-Jährige wollte davonlaufen und wurde am Arm getroffen. Sie ist außer Lebensgefahr. Der Täter flüchtete nach den Schüssen mit einem weißen Transporter und versteckt sich seither. Sein Fahrzeug wurde in einem Wald verwaist aufgefunden. Der Mann dürfte bewaffnet sein, die Polizei bittet um Vorsicht und Hinweise.

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