Fr, 22. Juni 2018

Gestrandet:

16.09.2017 17:00

Tierdrama im Hilfseinsatz

Eigentlich ist sie vor Ort, um mit der Hilfsaktion "Licht für die Welt" eine Augenklinik in Beira in Mosambik zu errichten. Doch Samstag musste sich die Kärntnerin Sigrun Palmisano auch im Tierschutz engagieren. Ein Blauwal war gestrandet - und viele Einheimische wollten ihn gleich "nutzen" und schlachten...

Binnen Minuten hatten sich Hunderte am Strand eingefunden. Die Menge teilte sich rasch. In jene, die in dem gestrandeten Säuger nur einen Riesenberg wehrloser Nahrung sahen, und jene, die den Wal retten wollten. Sie versuchten, ihn mit Wasser zu kühlen und eine Möglichkeit zu finden, das Tier wieder ins Meer zurückzuziehen. Auch andere Mitarbeiter von "Licht für die Welt" wie Pressesprecher Franko Petri mussten die dramatischen Szenen mitansehen.

"Die Stimmung war zum Teil kritisch. Viele Menschen hier haben sehr wenig zu essen, und Tierschutz hat deshalb wohl nicht die höchste Priorität", versucht Sigrun Palmisano die Menschen zu verstehen. Die Polizei musste den Wal zum Teil sogar mit Knüppeln verteidigen.

Einheimische können sich übrigens nicht erinnern, dass schon einmal ein Wal in Mosambik gestrandet wäre. Und das, obwohl hier Walbeobachtungen sogar als Touristenattraktion angeboten werden.

Aus Beira: Thomas Leitner, Kärntner Krone

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentar schreiben

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.