So, 21. Oktober 2018

Ex-Militär berichtet

02.09.2017 16:53

Österreicher kämpfen im Irak gegen den IS

Der IS verliert im Nahen Osten stetig an Boden - was nicht nur militärischen Schlägen zu verdanken ist. Vor allem die jesidische Widerstandseinheit YBS sorgt für große Verluste unter den Islamisten. Dutzende Männer aus Europa, auch aus Österreich, sollen in den Reihen der Milizbewegung kämpfen.

"Wir sind keine Söldner - ganz im Gegenteil! Wir bekommen keinen Lohn, müssen uns alles selbst finanzieren", so ein spanischer Ex-Militär mit dem Decknamen Simón im Interview mit der spanischen Tageszeitung "El Pais". Der Familienvater hat sich bereits vor mehr als eineinhalb Jahren der jesidischen Bürgerwehr Yekîneyên Berxwedana Singal (YBS) im Irak angeschlossen, um den Islamischen Staat zu bekämpfen - wie Dutzende weitere Soldaten aus Europa.

"Kämpfe Seite an Seite mit Brüdern aus Österreich"
"Wir sind eine internationale Einheit. Ich kämpfe Seite an Seite mit Brüdern aus Österreich, Deutschland, Frankreich, England - die nationale Zusammenstellung variiert", erzählt Simón. "Es gibt sogar einige, die zwischen dem Irak und ihrer Heimat pendeln. Viele haben auch bereits ihr Leben im Krieg gelassen und werden nie wieder ihre Familien sehen."

Aber warum, wenn nicht für Geld, zieht man freiwillig in den Krieg? "Es gibt unterschiedlichste Motivationen. Ob politisch motiviert, abenteuerlustig oder aus Überzeugung. Ich persönlich, als Christ, konnte nicht mehr länger tatenlos zusehen, wie der IS Christen, Jesiden und andere Minderheiten hinrichtet", so der Ex-Soldat. "Wir hier fragen uns, wie Millionen andere Europäer dabei einfach nur zuschauen können!"

Klaus Loibnegger, Kronen Zeitung

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