Di, 21. August 2018

"Teletubbie"-Moment

20.08.2017 16:23

Deutsche Politikerin macht bei Trauerrede Späßchen

Heftiger Kritik sieht sich derzeit die SPD-Spitzenkandidatin für Berlin, Eva Högl, ausgesetzt. Im Internet und auf Nachrichtensendern verbreitete sich ein Video, das die deutsche Politikerin zeigt, wie sie herumalbert und lacht und Leute grüßt, während Kanzlerkandidat Martin Schulz vor ihr bei einer Pressekonferenz eine Rede zu den tragischen Vorfällen in Barcelona hält. Dort waren 13 Menschen getötet und über 100 verletzt worden.

Während Schulz sagt, er sei "fassungslos und bestürzt, traurig und wütend zugleich", winkt Högl im Hintergrund wild umher und gestikuliert, dass die von ihr adressierte Person doch zu ihr kommen möge. Einer weiteren winkt sie zu, während der SPD-Kanzlerkandidat im Vordergrund von dem "feigen Anschlag" spricht.

Dann dürfte ihr aufgefallen sein, wovon die Rede ist - und ihr frieren die Gesichtszüge ein.

Högl: "Unglücklicher Filmausschnitt" und "fröhlicher Anlass"
Nachdem die Kritik an ihrem Verhalten aufgebrandet war, entschuldigte sich Högl am Samstag auf ihrer Homepage: Es "entsetze" sie und mache sie betroffen, "dass aufgrund eines unglücklichen Filmausschnitts von mir während eines Pressestatements von Martin Schulz zum Terroranschlag in Barcelona ein falscher Eindruck entsteht." Sie entschuldige sich dafür - "bei allen, die mein Verhalten in diesem Ausschnitt verunsichert hat" - aber nicht "bei den Hetzer*innen der AfD, die ständig danach suchen um weiter zu hetzen. Denen sind meine Erklärungen sowieso egal."

Sie seien eigentlich zu einem "extrem fröhlichen Anlass zusammengekommen". Und: Sie habe nicht gehört, worüber Schulz genau spreche. "Erst nach einigen Sätzen haben wir, die hinter Martin Schulz standen, hören können, dass er über den schrecklichen Anschlag von Barcelona spricht", so Högl.

"Niemand konnte mit ernsthaftem Interview rechnen"
Mit der Kritik an Högl schwang zum Teil aber auch Kritik an Schulz und der SPD mit. Und Humor. So schreib ein Twitter-User: "Zur Verteidigung von Frau Högl muss man sagen, dass niemand damit rechnen konnte, dass Herr #Schulz ein ernsthaftes Interview gab."

 krone.at
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