17.08.2017 12:35 |

Tier verfolgte ihn

Elefant trampelt Großwildjäger tot

In Namibia wurde ein Großwildjäger zum Gejagten - denn der Elefant, den Jose Monzalvez (46) erlegen wollte, ging zum Angriff über. Der Argentinier wurde von dem Tier zu Tode getrampelt. Zuvor hatte sich der Dickhäuter von seiner Gruppe getrennt und sich auf die Lauer gelegt.

In Namibia ist die Jagd auf Elefanten legal. Monzalvez, der laut "Independent" mit einem weiteren Argentinier und drei Namibiern unterwegs gewesen war, galt als Profijäger und verfügte auch über eine Jagderlaubnis. Er soll für einen Ölkonzern gearbeitet haben.

Die Jagdgruppe war am letzten Samstag in einem privaten Gelände 70 Kilometer nordwestlich der Stadt Kalkfeld unterwegs. Als Monzalvez sich einen Platz suchen wollte, um die Elefantenherde ins Visier zu nehmen, griff der Dickhäuter an. Die Attacke hatte das Tier offenbar vorbereitet: Denn der Elefant hatte sich schon zuvor von seiner Gruppe separiert und soll die Männer danach heimlich verfolgt haben.

Es ist nicht der erste tödliche Zwischenfall mit einem Elefanten in Afrika in diesem Jahr. Im Mai wurde bereits der südafrikanische Großwildjäger Theunis Botha (51) bei einer Trophäenjagd getötet. Er war in die Mitte einer Herde weiblicher Elefanten mit Jungtieren geraten. Als eine Tierdame ihren Nachwuchs verteidigen wollte, wurde sie von einem Jäger der Gruppe angeschossen - als sie starb, fiel sie auf Botha und erdrückte ihn.

Kritik an Großwildjagd wird laut
Tierschützer fordern nun einmal mehr, dass die Trophäenjagd in ganz Afrika verboten wird. Der Afrikanische Elefant und gilt als vom Aussterben bedroht. Das dürfte auch der Grund dafür sein, dass sich das Mitleid für den getöteten Monzalvez in sozialen Netzen in Grenzen hält. So schreibt ein User auf Twitter: "Der Gerechtigkeit ist gedient", ein anderer kommentiert den Zwischenfall süffisant mit einem Punktestand: "#JoseMonzalvez 0 #Elephant 1".

Miriam Krammer
Miriam Krammer
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