15.08.2017 15:27 |

Deutscher Wahlkampf

Merkel: "Koalition mit der AfD ausgeschlossen"

Die deutsche Kanzlerin Angela Merkel hat für die Zeit nach der Bundestagswahl Gespräche mit der Linken und der AfD ausgeschlossen, ansonsten aber keine Koalitionspräferenz gezeigt. Fünfeinhalb Wochen vor der Bundestagswahl am 24. September liegt die CDU/CSU in Umfragen mit Werten zwischen 38 und 40 Prozent klar vorne, der bisherige Koalitionspartner SPD kommt auf 23 bis 25 Prozent. Um Platz drei konkurrieren Linke, Grüne, FDP und AfD.

"Es versteht sich von selbst, dass ich im Wahlkampf für die Stärke meiner Partei kämpfe und keinen Koalitionswahlkampf führe", sagte Merkel im Interview mit der Zeitschrift "Superillu". "Für uns ist ansonsten klar: Weder mit der Linken noch mit der AfD ist eine irgendwie geartete Zusammenarbeit denkbar", sagte die CDU-Vorsitzende weiter.

Neuauflage Schwarz-Rot oder Jamaika-Koalition?
Eindeutige Mehrheiten sehen die Meinungsforscher derzeit für eine Neuauflage der großen Koalition und eine sogenannte Jamaika-Koalition aus Union (CDU/CSU), FDP und Grünen. Demgegenüber sagte Grünen-Chef Cem Özdemir dem Nachrichtensender n-tv, für ein Jamaika-Bündnis müssten sich die anderen Parteien "schon sehr kräftig auf uns zubewegen. Meine Phantasie reicht nicht so richtig aus, mir eine Jamaika-Koalition im Bund vorzustellen." Möglicherweise könnte die Union nach der Wahl aber auch knappe Mehrheiten für Zweierbündnisse mit den Grünen bzw. der FDP haben.

Zu ihrer politischen Zukunft über die nächste Legislaturperiode hinaus wollte sich die Kanzlerin in dem Interview nicht äußern. "Jetzt kämpfe ich erstmal dafür, noch einmal gewählt zu werden", sagte Merkel. Sie wünsche sich, "dass ich die Chance habe, dieses wunderbare Amt der Bundeskanzlerin weiter innezuhaben".

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