05.08.2017 22:14 |

"Kein guter Tag"

Lukas Weißhaidinger nach 9. WM-Rang enttäuscht

Für sein erstes WM-Finale hatte sich Lukas Weißhaidinger mehr vorgenommen, letztlich wurde es für den Diskuswerfer am Samstagabend im Londoner Olympiastadion der neunte Rang. Es war die beste Platzierung eines ÖLV-Athleten bei Leichtathletik-Welttitelkämpfen seit Berlin 2009 und dem damals ebenfalls von Gregor Högler betreuten Gerhard Mayer, der Diskuswurf-Achter wurde. Oben im Video sehen Sie Weißhaidingers erste Reaktion auf den Wettkampf.

Weißhaidinger kam im Finale der Top Zwölf über eine Weite von 63,76 m nicht hinaus. Nur die besten acht nach drei Versuchen waren für weitere drei Würfe qualifiziert. Gold sicherte sich der Litauer Andrius Gudzius mit persönlicher Bestleistung von 69,21 m vor dem topfavorisierten Schweden Daniel Stahl mit 69,19 und dem US-Amerikaner Mason Finley mit persönlicher Bestmarke von 68,03.

Der Olympiasechste Weißhaidinger begann mit 63,76 m und war nach dem ersten Durchgang Sechster der zwölf Finalisten. Es entwickelte sich ein hochklassiges Finale, schon nach drei Werfern in der zweiten Runde stand fest, dass für einen Medaillengewinn eine Weite über 68 m notwendig sein wird. Nach 62,75 m im zweiten Versuch machte Weißhaidinger keine entscheidenden Meter gut, wurde im Gegenteil auf Rang neun zurückgereicht. Dort blieb er auch nach Wurf drei.

"Mehr gewollt"
Weißhaidinger stand die Enttäuschung ins Gesicht geschrieben. "Manchmal hat man nicht so einen guten Tag, das war leider heute der Fall. Gefühlt habe ich mich aber gut. Wirklich schlecht ist der neunte Platz auch nicht, aber ich hätte gerne mehr gewollt", meinte der 25-Jährige. "Ich bin gut in die Saison reingestartet. Wenn die WM dann nicht so läuft, wie man sich das vorstellt, ist und bleibt es trotzdem ein bisschen eine verkorkste Saison. Ich muss das jetzt abhaken."

Weißhaidinger war mit einer Saisonbestleistung von 66,52 m nach London gereist, dort stand er als Nummer neun der Jahresweltbestenliste im Finale und bestätigte dieses Ranking. Problem im Wettkampf am Samstag sei die Höhe gewesen, die bei den Würfen gefehlt hatte.

"Das ist ein kleiner technischer Punkt. Ein bisschen ärgerlich. London wird sicherlich nicht mein Lieblingsstadion werden", sagte Weißhaidinger und erinnerte auch an das Diamond-League-Meeting im Juli, als er - allerdings aus dem Training heraus - Achter geworden war. Den WM-Bewerb werde er mit Trainer Högler nun genau analysieren, der Plan für die WM seien 66 m gewesen.

"Gehöre zu den zehn besten Diskuswerfern"
In der Qualifikation am Freitag war Weißhaidinger mit 63,57 m als Zehnter weitergekommen, hatte aber davon gesprochen, "noch genug Reserven" zu haben. "Mal schauen, ob es ein Geniestreich war, weil es nicht so viel Kraft gekostet hat. Wenn es mir aufgehen sollte, ist morgen wichtiger".

Dieses Mal wollte es nicht sein, er versuchte trotzdem, das Positive mitzunehmen. "Es war der neunte Platz in meinem ersten WM-Finale. Das ist nicht so schlecht. Ich gehöre zu den zehn besten Diskuswerfern." Vielleicht fehle es ihm noch ein bisschen an Erfahrung, das solle aber keine Ausrede sein."

krone Sport
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