Mi, 15. August 2018

Vorfall in Innsbruck

04.08.2017 09:14

Vergewaltiger lockte sein Opfer an

151 Sexstraftaten gab es 2016 allein in Innsbruck, 63 Prozent konnten aufgeklärt werden. Auch heuer hat es in der Landeshauptstadt bereits viele abscheuliche Sexualdelikte gegeben. Eines davon ereignete sich - wie berichtet - in der Nacht auf Mittwoch: Eine 27-Jährige wurde brutal zusammengeschlagen und vergewaltigt.

Die Innsbruckerin war bei Freunden zu Gast und verbrachte mit ihnen einen entspannten Abend. Auch ein wenig Alkohol war im Spiel, doch nicht übermäßig viel. Um 2.15 Uhr machte sie sich dann mit ihrem bunten Fahrrad mit neonfarbenen Speichen von der Adamgasse auf den Weg nach Hötting in ihre Wohnung. "Sie war alleine unterwegs, wollte in der Andreas-Hofer-Straße noch einen Abstecher bei anderen Freunden einlegen", sagt Ernst Kranebitter vom Kriminalamt Innsbruck im "Krone"-Gespräch.

Er bat sie um Hilfe

Doch dort kam die Frau nie an. Vor einer Hauseinfahrt hielt sie ein Unbekannter auf und bat sie um Hilfe. Die junge Frau stieg ohne zu zögern vom Fahrrad ab. Eine Entscheidung, die ihr zum Verhängnis wurde. Der Mann packte die 27-Jährige plötzlich am Handgelenk, zog sie in den Innenhof und schlug brutal auf sie ein - und zwar mit dem Handballen. "Das ist sehr untypisch und ist mir in all meinen Ermittlungsjahren noch nie untergekommen", erklärt Kranebitter. Danach hat sie der Mann brutal vergewaltigt und flüchtete vermutlich mit dem Fahrrad.

Schwere Verletzungen

Die Frau blieb mit schweren Verletzungen zurück. Anstelle der Polizei rief sie zwei Freunde an. "Von ihnen wurde sie aufgegabelt und nach Hause gebracht", schildert der Ermittlungsleiter. Erst am Mittwoch um 13 Uhr erstattete sie bei der Polizei Anzeige. "Sie war traumatisiert. Ihr wurde erst Stunden später bewusst, was der Unbekannte ihr angetan hatte", teilt Kranebitter mit. Da sich die Frau nicht mehr an den Tatort erinnern konnte, sind Polizeibeamte mit ihr die Innenstadt abgefahren. "Doch leider weckte diese Fahrt keine Erinnerungen in ihr", klärt der Ermittler auf. So suchen die Beamten fieberhaft nach Zeugen.

Täter war sehr korpulent

Der Mann soll etwa 35 Jahre alt und 180 cm groß sein. Er hat dunkles, volles Haar, die rund 5 Zentimeter aufstehen, und trug ein kariertes Hemd mit hochgekrempelten Ärmeln. "Zudem ist er übermäßig korpulent und an der Brust stark behaart", informiert Kranebitter. Hinweise an das Kriminalreferat unter der Nummer 059 133-75 333.

Jasmin Steiner, Kronen Zeitung

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