Mi, 15. August 2018

Brandschutz vor Ort

01.09.2017 12:08

Individuelle Löschlösungen für den Ernstfall

Über einen durchdachten und effektiven stationären Brandschutz lassen sich Gebäude, Anlagen und Menschen noch vor Eintreffen der Feuerwehr in Sicherheit bringen. Gerade ein Brand gehört zu den entscheidenden Gefahrenquellen, da sich die Flammen in wenigen Augenblicken ausbreiten und enormen Schaden anrichten können. Eine Investition in eine durchdachte Löscheinrichtung kann einen Brand noch vor dem Übergreifen löschen.

Die verheerende Wirkung von Bränden in Wohnanlagen und Gebäuden stehen oftmals in direkter Verbindung mit einem Fehlverhalten oder einem ungenügenden Brandschutz vor Ort. Trifft die Feuerwehr ein, sind die gesamte Anlage und ein Gebäude oftmals nicht mehr zu retten.

Bauliche Verordnungen und Brandschutzvorschriften beachten

Der Maßstab für eine Brandschutzprüfung und eine damit zusammenhängende Beurteilung orientiert sich immer an den jeweiligen öffentlichen Mindestanforderungen, an der Bauordnung und an den Sonderbauordnungen. Dies gilt auch für die Anlagen, von denen eine Gefahr für die Umwelt ausgeht, sei es über chemische, biologische oder radioaktive Stoffe. Hier gelten bestimmte sicherheitstechnische und brandschutztechnische Auflagen, die es zu prüfen gilt, um kein unnötiges Risiko einzugehen.

So ist in diesem Zusammenhang oftmals auch von dem vorbeugenden Brandschutz die Rede. In diesem Bereich lässt sich der bauliche Brandschutz vom Betriebsbrandschutz unterscheiden. Die organisatorischen Brandschutzmaßnahmen zielen auf das Personal und die Angestellten sowie die Mitarbeiter, die in jährlichen Unterweisungen unter der Leitung des Brandschutzbeauftragten die einzelnen Schritte abgehen. Wer weiß, wie er sich im Ernstfall zu verhalten hat, wird folgerichtig genau die korrekte Anleitung befolgen.

Auf jeden Fall macht es Sinn, sich ausgehend von den öffentlichen Feuerwehren über die Maßnahmen zum Brandschutz zu informieren. So unterscheidet zum Beispiel die Feuerwehr Bremen feste Aufgaben im vorbeugenden Brandschutz und hat zu diesem Zwecke die Planungsunterlagen für eine bauaufsichtlich  geforderte Brandmeldeanlage herausgebracht.

Speziell abgestimmt auf Anlagen, Gebäude und Unternehmen gibt es mittlerweile fertige Lösungen, die eine maßgeschneiderte Löschleistung garantieren. Das inkludiert gleichzeitig eine sichere und unkomplizierte Meldetechnik des Brands, so dass diese Anlagen in Sekunden reagieren und für Sicherheit sorgen. Wer den Brandherd im Keim erstickt, geht einem desaströsen Schaden aus dem Weg.

Wann macht ein stationärer Brandschutz Sinn?

Grundsätzlich sollten Anlagen und besonders brandgefährdete Maschinen sowie leicht entzündliche Gebäude und Materialien zusätzlich vor Ort abgesichert werden. Ein voll funktionsfähiger und sicherer Brandschutz orientiert sich an den individuellen Vorgaben und Konzepten, um einen garantierten Schutz zu gewährleisten.

Es ist davon auszugehen, dass die Lager und die Maschinen ebenso wie die Betriebe unterschiedlichen Brandschutzanforderungen unterliegen. Gemeinsam mit erfahrenen Profis im stationären Brandschutz entwickeln vor Ort die Verantwortlichen in Absprache mit den Versicherungen und den Behörden eine sichere Löschanlage. Nach einer ersten Inspektion, einer Beratung und einem maßgeschneiderten Konzept entsteht in Folge einer detaillierten und individuellen Planung die bestmögliche Lösung für die gesamte Anlage.

Hierzu sollten sich Unternehmensleiter und Anlagenführer einzig und allein auf das Know-how und die Erfahrung von Fachleuten verlassen, die sich mit der Umsetzung und Konfektionierung dieser Löschanlagen im Rahmen des stationären Brandschutzes befassen. Nicht zuletzt die Auflagen in den Baugenehmigungsverfahren basieren auf komplexen Rechtsgrundlagen, die einzig und allein Fachleute folgerichtig aufnehmen und umsetzen.

Welche Komponenten gehören zum stationären Brandschutz?

Doch welche Komponenten gehören zum stationären Brandschutz? Zum einen sind es die Wärmeabzugsanlagen und die Rauchabzugsanlagen, da eine der größten Gefahren vor allen Dingen von giftigen Gasen ausgeht, die im Zusammenhang mit einem Brand entstehen und sich in der gesamten Anlage ausbreiten.

Diese Anlagen sorgen dafür, dass die Konzentration so gering wie nur möglich bleibt, indem die Rauchgase gezielt abgeführt werden. Insbesondere die Fluchtwege und das Erreichen dieser Korridore und Treppenhäuser soll damit erleichtert werden. Im Zusammenhang mit der Installation spielt im Nachgang eine regelmäßige Wartung der gesamten Anlage eine wichtige Rolle, da ein Defekt im Ernstfall schlimme Folgen haben kann.

Brandmeldeanlage

Diese Form einer Gefahrenmeldeanlage empfängt ausgehend vom Brandmelder Daten, um punktuell darauf zu reagieren. Auf diese Weise ist es möglich, die Entstehungsherde für Brände frühzeitig zu entdecken und einen Alarm auszulösen. Diese Meldeanlagen können im Ernstfall Leben retten und werden mit maßgeschneiderten Wartungsverträgen abgeschlossen.

Die Rauchmelder und die Gaswarnmelder gehören mittlerweile zu den obligatorischen Bestandteilen in öffentlichen Gebäuden, in Wohnungen, aber auch in Wohnmobilen und Campern. Bei einer Brandgefahr geht eine rechtzeitige Warnung heraus.

Hydranten

Hydranten sind zwar kein klassischer Bestandteil von stationärem Brandschutz, dienen jedoch der Löschwasserbereitstellung. Der erhöhte Rand sorgt für eine schnelle Brandbekämpfung direkt am Herd. Speziell die Wandhydranten gewährleisten eine unkomplizierte Entnahme des Löschwassers im trockenen oder im nassen Zustand.  Hier lassen sich verschiedene Typen, wie zum Beispiel F mit einem formfesten Schlauch, oder S mit einem Feuerwehrschlauch unterscheiden. Insbesondere die Typen F sind für die Feuerwehr vorgesehen.

Stationäre Löschanlagen

Stationäre Löschanlagen kommen überall dort zum Einsatz, wo brandgefährdete Maschinen oder leicht entzündliche Materialien geschützt werden müssen. Raumlöschanlagen schützen Personen, Gebäude und Maschinen.

Werferlöschanlagen

Werferlöschanlagen werden eingesetzt, um punktgenau dort zu löschen, wo klassische Sprinkler- und Sprühwasseranlagen keinen ausreichenden Schutz bieten.

Gefahrstoffe und Flüssigkeitsbrände

Für die spezielle Brandbekämpfung von Gefahrstoffen und Flüssigkeitsbränden wird ein Wasserschaumgemisch verwendet, welches über Sprühflutanlagen oder Werfern über dem Brandherd ausgebracht wird. Es gibt auch energieautarke Systeme, sogenannte POLY-Löschsysteme, die über Pressluftflaschen ohne elektrische Energie das Löschmittel ausbringen.

Feststellanlagen sichern Brandschutztüren

Oftmals vollkommen unbemerkt breiten sich giftige Rauchgase in einem Gebäude aus. Erkennt ein Brandmelder diese Rauchentwicklung, wird sich die Brandschutztür verschließen, um dem Ausbreiten der Gase entgegenzuwirken.

Warum stationärer Brandschutz für Unternehmer unerlässlich ist?

Die Sicherung über den stationären Brandschutz gewährleistet eine individuelle Lösung für den Ernstfall. Regelmäßige Übungen, Testalarm, Informationen und Seminare sowie Veranstaltungen der Beauftragten sorgen für Sicherheit. Nur dann ist davon auszugehen, dass im Falle eines Brandes, der Brandherd schnellstmöglich erkannt und gesichert wird und sich die gesamte Belegschaft, die Arbeiter und Angestellten ordnungsgemäß verhalten, um Schlimmeres zu vermeiden.

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