Do, 19. Juli 2018

Killer gesucht

28.07.2017 14:20

Kärntner Mord wird zum Fall für Aktenzeichen XY

Die Vorgehensweise ließ auf einen Mafia-Mord schließen. 2015 hatte ein Unbekannter dem Klagenfurter Reinhard O. vor der Haustüre aufgelauert, ihn hinterrücks erschossen - und keine Spuren hinterlassen. Trotz intensiver Ermittlungen tappt das Landeskriminalamt bis heute im Dunklen. Um den Killer von Waidmannsdorf doch noch zu schnappen, kommt der Fall jetzt groß ins Fernsehen.

Die Nacht zum 31. Oktober war nebelig und eiskalt. Als der 47-jährige Taxilenker Reinhard O. seinen Wagen vor der Wohnung in der Waidmannsdorfer "Stadion-Siedlung" einparkte, hat sein Mörder bereits auf ihn gewartet. Der Unbekannte feuerte mehrmals auf sein Opfer, O. sackte vor der Haustüre tot zusammen.

Dem Killer gelang es, unerkannt zu flüchten - er hinterließ keine verwertbaren Spuren, keine Zeugen. "Es gab Hinweise, die ins Rotlichtmilieu führten. Auch die Suchtgift- und Spielerszene wurden überprüft", so Gottlieb Türk, Leiter der Kripo Kärnten. Auch persönliche Motive konnten nicht ausgeschlossen werden. Doch alle Spuren endeten im Nichts, die Ermittlungen wurden eingestellt, der Fall zum "Cold Case".

Jetzt wollen es die Ermittler noch einmal versuchen und zwar mit Hilfe des deutschen Fernsehformates "Aktenzeichen XY ungelöst". Dafür wird der Mord von Waidmannsdorf nachgestellt - ein Millionenpublikum im deutschsprachigen Raum verfolgt die Szenen der Mordnacht im TV.

"Das Opfer hatte einen Bezug nach Deutschland und in die Schweiz. Wir erhoffen uns durch die Ausstrahlung im Fernsehen Rückmeldungen und neue Hinweise", erklärt Türk. Bereits im September soll der Mordfall in Klagenfurt aufgezeichnet werden. Ein Ausstrahlungstermin steht noch nicht fest.

von Thomas Leitner, "Kärntner Krone"

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