Mo, 25. Juni 2018

Katar-Krise

27.07.2017 10:26

Emirate importieren erstmals Öl aus den USA

Die Vereinigten Arabischen Emirate wollen Insidern zufolge wegen des Katar-Konflikts erstmals Öl aus den USA importieren. Das genaue Volumen sei unklar, aber die Abu Dhabi National Oil Company habe einen Tanker mit einer Ladekapazität von bis zu zwei Millionen Barrel zur Lieferung im September geordert, sagten zwei mit den Plänen vertraute Personen am Mittwoch zur Nachrichtenagentur Reuters. Dabei geht es um Schieferöl aus Texas, das mit der umstrittenen Fracking-Technik gefördert wird.

Das Leichtöl soll ein Kondensat ersetzen, das der OPEC-Staat bisher aus dem benachbarten Katar bezogen hat und das vor allem zur Rohbenzin-Produktion verarbeitet wird. Wegen des Vorwurfs, Terroristen zu finanzieren und mit dem regionalen Erzrivalen Iran gemeinsame Sache zu machen, haben die Emirate zusammen mit Saudi-Arabien, Ägypten und Bahrain ihre diplomatischen und wirtschaftlichen Beziehungen zu Katar gekappt.

Katar hat die Vorwürfe seiner Nachbarländer strikt zurückgewiesen und die Blockade als illegal bezeichnet. Ein Ultimatum der vier Nachbarstaaten ließ das Königreich verstreichen, ohne auf deren Forderungen - darunter die Schließung des Nachrichtensenders Al Jazeera bzw. einer türkischen Militärbasis in Katar - einzugehen. Zuletzt haben Saudi-Arabien und seine verbündeten arabischen Staaten eine schwarze Liste mit 18 Organisationen und Einzelpersonen veröffentlicht, die sie mutmaßlicher Verbindungen zum islamischen Extremismus und zu den Behörden im Golfemirat beschuldigen.

Rohölpreise wegen Fracking-Booms eingebrochen
Die USA haben dank des Fracking-Booms ihr Öl-Angebot kräftig ausgeweitet. Dies trug dazu bei, dass der Ölpreis seit Mitte 2014 eingebrochen ist und die Organisation erdölexportierender Staaten (OPEC) schwer unter Druck geriet. Die Fördertechnik ist aber aus Umweltschutzgründen umstritten und zudem kostspielig.

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