30.04.2017 17:11 |

In Polen verhaftet

Ukraine: Österreicher soll Gefangene getötet haben

Schwerer Verdacht gegen einen Österreicher: Wegen mutmaßlicher Verbrechen im Ukraine-Konflikt ist ein 25-Jähriger am Sonntag in Polen festgenommen worden. Ihm werde vorgeworfen, "im Zuge der Kampfhandlungen um den Flughafen Donezk gegnerische Soldaten, die sich bereits ergeben hatten, bzw. Zivilisten getötet zu haben", sagte Erich Habitzl, Sprecher der Staatsanwaltschaft Wiener Neustadt. Dabei habe er nicht - wie zuvor berichtet - auf russischer, sondern auf ukrainischer Seite gekämpft, betonte Habitzl.

Der 25-Jährige sei am Sonntag im ostpolnischen Dorf Dorohusk gefasst worden, teilte der polnische Grenzschutz mit. Der Mann habe versucht, am dortigen Grenzübergang in die Ukraine einzureisen. Nun soll der Verdächtige nach Österreich ausgeliefert werden. Gegen den Beschuldigten laufe noch ein zweites Verfahren wegen "Vergehen nach dem Suchtmittelgesetz", so Habitzl.

"Kriegsverbrechen gegen Personen"
Der Europäische Haftbefehl war nach Angaben des Sprechers jedoch aufgrund des Vorwurfs der "Kriegsverbrechen gegen Personen" erfolgt. Wann der 25-Jährige - es soll sich um einen Vorarlberger handeln - von Polen nach Österreich überstellt werde, konnte Habitzl noch nicht sagen. Das Außenministerium in Wien hatte zuvor die Festnahme des Österreichers bestätigt. Es werde "im Zusammenhang mit der aktiven Teilnahme an Kampfhandlungen in internationalen Konflikten" ermittelt, hieß es.

Kein Ende des Ukraine-Konflikts in Sicht
Die ukrainische Armee kämpft seit drei Jahren gegen prorussische Aufständische, die weite Gebiete im Osten des Landes kontrollieren. In dem Konflikt wurden bereits mehr als 10.000 Menschen getötet, alle bisherigen Bemühungen um eine friedliche Lösung schlugen fehl.

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