11.11.2006 13:16 |

Serieneinbrecher

Panzerknacker-Bande ausgehoben: 453 Delikte

Großschlag gegen Serieneinbrecher: Nach knapp einem Jahr Fahndung haben Kriminalisten eine 33-köpfige Moldawier-Bande ausgehoben, die in Österreich in Tankstellen, Trafiken oder Büros eingebrochen hatte. Die Verbrecher knackten zumeist Tresore und erbeuteten rund 2,5 Millionen Euro!
Nachdem sie illegal nach Österreich eingereist waren, stahlen die Bandenmitglieder zuerst Autos. Besonders begehrte Objekte: ältere Fahrzeuge der Marke "Ford Escort", da diese leicht kurzzuschließen sind. Da etwa 50 Autos dieser Type gestohlen worden waren, stellte das Bundeskriminalamt die Sondergruppe "Escort" zusammen und begann die Täter gewissermaßen zu "eskortieren" - per Telefonüberwachung, Standortpeilung und Beschattung.


So gelang es, 33 Verdächtige auszuforschen und davon 20 in flagranti zu verhaften. Die Moldawier waren meist nachts unterwegs und räumten diverse Geschäfte aus. Selbst schwere Tresore wurden mitgenommen und später aufgeschnitten. So erbeuteten die Panzerknacker mehr als zwei Millionen Euro.


"Escorts" als Beutelager
Während das Bargeld in die Heimat floss, gelangten andere Beutestücke als Geschenkspakete nach Moldawien. Die gestohlenen "Escorts" dienten als Beutelager. Und weil der Fahndungsdruck im Raum Wien zu stark geworden war, "wanderten" die Einbrecher in die Bundesländer aus. Aber auch dort wurde ihnen das Handwerk gelegt.


"Dieser Erfolg ist einmal mehr auf die perfekte internationale Zusammenarbeit zurückzuführen", bedankte sich Innenministerin Liese Prokop bei den Fahndern. "Wir hoffen, dass die Einbrecher nun einen größeren Bogen um Österreich machen", so Einsatzleiter Hubert Sprinzl.


VON CHRISTOPH MATZL
Dienstag, 15. Juni 2021
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