27.04.2017 10:20 |

Im britischen TV

Natascha Kampusch gibt Maddies Eltern Hoffnung

"Bitte bleiben Sie stark und geben Sie nicht auf! Ich hoffe, Sie finden Madeleine." Mit diesen aufmunternden Worten hat sich Natascha Kampusch bei ihrem ersten Auftritt im britischen Fernsehen an die Eltern der vor knapp zehn Jahren in Portugal entführten Madeleine McCann gewandt. Sie selbst sei schließlich ein Beispiel, dass Kinder nach Jahren in Gefangenschaft wieder auftauchen können.

Mit zehn Jahren wurde sie entführt, im vergangenen Sommer war es genau zehn Jahre her, dass Natascha Kampusch die Flucht vor ihrem Entführer Wolfgang Priklopil gelungen ist. Seitdem hat sie ihre Erfahrungen in zwei Büchern, einem Film und zahlreichen Interviews mit der Öffentlichkeit geteilt. Im britischen Fernsehen war sie jetzt erstmals zu Gast, und zwar in der Morgenshow "Good Morning Britain" des Senders ITV.

Dem Starmoderator Piers Morgan und seiner Kollegin schilderte sie unter anderem ihre Flucht und wie es ihr in ihrer neu gewonnenen Freiheit dann ergangen war. "Ich war so aufgeregt wegen meiner Flucht und meiner Freiheit, aber dann war ich wegen der neuen Erfahrungen etwas geschockt." Sich in die Gesellschaft zu integrieren, sei sehr schwierig gewesen. Es habe so viele Einflüsse von allen Seiten gegeben.

Sie sei ja noch ein Kind gewesen, als sie aus der Gesellschaft gerissen wurde. Die Gefangenschaft sei so lang gewesen. Sie habe dadurch einfach eine Sicht auf die Dinge der Welt gehabt, die sich von den Ansichten der anderen Menschen grundlegend unterschieden hätten. Dass sie das Haus gekauft hat, sei ein solches Beispiel. Während sich die meisten dafür entschieden hätten, den Ort ihrer Qual hinter sich zu lassen, sehe sie den Kauf des Hauses als Zeichen, dass sie schlussendlich die Macht behalten habe.

Für die Zukunft hat sich Kampusch vorgenommen, anderen Menschen zu helfen und ihnen Hoffnung zu geben - wie den McCanns.

Und einen großen Wunsch hat Kampusch noch: Sie würde sich gerne eines Tages um eigene Kinder und einen Ehemann kümmern.

Heike Reinthaller-Rindler
Heike Reinthaller-Rindler

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