26.04.2017 19:24 |

Ätzende Flüssigkeit

Säureattacke auf Wiener Rettungswagen: Großeinsatz

Am Mittwoch ist es in Wien-Brigittenau zu einer Säureattacke auf einen Wagen der Wiener Berufsrettung gekommen. Ein unbekannter Täter hinterließ auf einem Rettungswagen ein Fläschchen mit ätzender Flüssigkeit und auch das Fahrzeug wurde damit bespritzt. Feuerwehrleute konnten das Fahrzeug nur in Schutzanzügen reinigen. Verletzt wurde durch die Säure niemand. Nun ermittelt das Landeskriminalamt.

Für einen Einsatz war die Wiener Berufsrettung in die Traisengasse gerufen worden. Als das Team kurz nach 15 Uhr zum Rettungswagen zurückkehrte, entdeckten die Mitarbeiter auf dem Trittbrett das Fläschchen. Zudem war das Fahrzeug an der Seite mit der Flüssigkeit bespritzt worden, schilderte Andreas Huber, Sprecher der Wiener Berufsrettung.

Die Mitarbeiter erinnerten sich an einen gleich gelagerten Fall im Juli 2016, bei dem einem Sanitäter zwei Finger verätzt wurden. Deshalb verständigten sie sofort den Notruf. Mehrere Mitarbeiter der Berufsfeuerwehr rückten in Schutzanzügen aus.

Fläschchen sichergestellt
Kriminalisten stellten "das zurückgelassene Behältnis sicher. Was drinnen ist, muss erst analysiert werden", sagte Polizeisprecher Paul Eidenberger. Die Tatortgruppe der Polizei sicherte Spuren. Ermittelt wird "wegen des Verdachts auf Sachbeschädigung und versuchter schwerer Körperverletzung", so Eidenberger.

Die Patientin, für die die Rettung im Einsatz war, wurde von einem anderen Rettungswagen übernommen. "Wir haben sofort alle über Funk gewarnt und zu erhöhter Aufmerksamkeit und Vorsicht aufgerufen", sagte Huber.

Ähnlicher Vorfall 2016
Bereits am 1. Juli 2016 wurde ein Sanitäter bei einem Einsatz in der Leopoldstadt von einer ätzenden Flüssigkeit verletzt. Ein Unbekannter hatte das Plastikfläschchen auf der Scheibe des Wagens hinterlassen, als der Mann es entfernte, zerplatzte es und die Flüssigkeit rann ihm über zwei Finger.

Erst am nächsten Tag verspürte der Sanitäter Schmerzen, im Krankenhaus wurde festgestellt, dass er mit einer ätzenden Flüssigkeit in Kontakt gekommen war. Im Nachhinein stellte sich heraus, dass es sich dabei um hochätzende Flusssäure gehandelt hatte.

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