Schluss mit Euratom:

Kampfansage aus Linz gegen die Atomlobby

Seit 60 Jahren hat der Euratom-Vertrag als Ziel, die "Voraussetzungen für den raschen Aufbau einer mächtigen Atomindustrie zu schaffen". Die Atomlobby mag wohl noch theoretisch mächtig sein, der Widerstand aber auch, praktisch, wie man bei einer Konferenz in Linz gesehen hat.

Atomgegner aus ganz Europa forderten in Linz das Ende der Förderung der Nuklearenergie durch Euratom, denn dieser Vertrag aus dem Jahr 1957 ist sozusagen der Schutzmantel für die Aktivitäten der Atomlobby: "Damit muss Schluss sein", sagt Umweltlandesrat Rudi Anschober (Grüne).
Bei der Nuclear Energy Conference im Linzer Schloss wurde die Euratom-Thematik von über 100 internationalen Experten und Expertinnen diskutiert und schließlich eine Resolution an den Europäischen Rat zur raschen Auflösung von Euratom verabschiedet.

Schluss mit Sonderrechten
Anschober: "Damit starten wir in Linz eine neue Offensive für das Abschaffen der Sonderrechte, Förderungen, Privilegien der Atomwirtschaft. In Brüssel setzen wir mit dem Arbeitstreffen (heute, Mittwoch) der von mir gegründeten Allianz der Regionen für einen europaweiten Atomausstieg den nächsten Schritt in dieser Offensive." "60 Jahre sind genug", sagen auch atomstopp-atomkraftfrei leben!, Mütter gegen Atomgefahr und Anti-Atom-Komitee.

Werner Pöchinger, Kronen Zeitung

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