Arzt unter Verdacht

Bis zu 5 Jahre Haft für Kinderpornos

"Geh, das gibt’s doch nicht! Unser lieber Hausarzt!" Verblüffung und Entsetzen sind bei vielen Patienten eines Hausarztes (60) aus Waizenkirchen groß. Der Mediziner ist, wie berichtet, wegen des Verdachts der Kinderpornografie in Haft. Sein widerwärtiges "Hobby" ist kein Kavaliersdelikt.

Der 60-jährige Hausarzt soll mithilfe des Internets kinderpornografische Fotos und Filme gesammelt und auch getauscht haben. Am Donnerstagabend wurde der beliebte Mediziner, er ist Vater erwachsener Kinde,  verhaftet, bei einer Hausdurchsuchung mutmaßlich belastendes, einschlägiges Material sichergestellt. Die Welser Staatsanwaltschaft hat einen Antrag auf Untersuchungshaft gestellt.

Gerüchteweise soll der beschuldigte Arzt auch ein amtsbekanntes Vorleben haben. Sollten sich diese Angaben bestätigen, so ist es umso unverständlicher, dass er bis zuletzt ordinieren durfte. An seiner Ordinationstür hängt derzeit ein Zettel: "Wegen Urlaub bis einschließlich 17. April geschlossen."

Kinderpornos sind alles andere als ein Kavaliersdelikt.  Im Oktober 2013 wurde ein Pinsdorfer Arzt deswegen zu 18 Monaten Haft, davon sechs unbedingt, verurteilt. Der Arzt hatte zuerst weniger ausgefasst, aber gegen das Ersturteil berufen, weil er einem begrapschten Achtjährigen nicht 1800 Schmerzensgeld zahlen wollte.
Und ein Linzer Polizist, der elf Jahre lang im Internet Kinderpornos getauscht hatte, bekam fünf Monate bedingter Haft und musste 1200 Euro unbedingte Geldstrafe blechen. Auch verlor der Beamte seinen Job.

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