11.04.2017 05:59 |

Weiterhin keine Spur

Peter Seisenbacher seit vier Monaten verschollen

Wo ist Peter Seisenbacher? Seit Mitte Dezember - und damit seit knapp vier Monaten - fehlt von dem Judo-Doppel-Olympiasieger, dem schwerer sexueller Missbrauch mehrerer Mädchen vorgeworfen wird, jede Spur. Der 56-Jährige hätte - wie berichtet - am 19. Dezember vor Gericht erscheinen und sich in der Causa äußern und verantworten sollen. Doch Seisenbacher blieb der Verhandlung fern, ist seither untergetaucht, von der Bildfläche verschwunden. Nach wie vor wird mit Hochdruck weltweit nach ihm gefahndet.

Die Vorwürfe gegen den 56-Jährigen wiegen schwer: Seisenbacher soll ab dem Jahr 1997 ein damals neun Jahre altes Mädchen zwei Jahre lang sexuell bedrängt haben, ehe es sogar zu geschlechtlichen Handlungen mit dem Kind kam, die sich über weitere drei Jahre zogen. 2001 wollte er sich in einem Judo-Sommerlager an eine damals 16-Jährige heranmachen, das Mädchen konnte ihn jedoch erfolgreich abwehren. Drei Jahre später soll es dann laut Anklage zum sexuellen Missbrauch einer damals 13 Jahre alten Judo-Schülerin gekommen sein.

Weltweite Fahndung bislang erfolglos
Im Fall einer Verurteilung drohen dem Doppel-Olympiasieger bis zu zehn Jahre Haft - sofern die Justiz Zugriff auf Seisenbacher bekommt. Denn seit Dezember ist der 56-Jährige wie vom Erdboden verschluckt, die weltweite Fahndung nach ihm brachte bislang keinen Erfolg.

Sein letzter bekannter Aufenthaltsort ist Aserbaidschan. Dort hatte Seisenbacher zuletzt die Judo-Herren-Nationalmannschaft trainiert. Informationen deuteten allerdings daraufhin, dass der 56-Jährige das Land noch im Dezember verlassen hat.

Anwalt: "Es ist alles wie gehabt"
Kontakt zu ihm hat auch sein Anwalt Bernhard Lehofer seit Seisenbachers Verschwinden im Dezember nicht mehr gehabt. "Es ist alles wie gehabt. Er hat sich nicht gemeldet", erklärte der Jurist am Montag auf Nachfrage gegenüber krone.at. Neue Erkenntnisse in dem Fall gebe es nicht.

Um die Fahndungsmaßnahmen nicht zu gefährden, hält sich auch das Wiener Landesgericht bezüglich Entwicklungen und Erkenntnissen in dem Fall bedeckt.

 krone.at
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